Mörder von Mohammed Abu Khdeir verurteilt

Der israelische Gerichtshof hat die beiden Jugendlichen (16-Jährige aus Jerusalem und Beit Schemesch), die zusammen mit Josef Haim Ben David im Sommer 2014 den 15-jährigen Palästinenserjungen Mohammed Abu Khdeir in Ostjerusalem entführt und verbrannt hatten, schuldig gesprochen. Einer wurde zu lebenslänglicher Gefängnisstrafe verurteilt und der andere zu 21 Jahren Gefängnis…

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Der israelische Gerichtshof hat die beiden Jugendlichen (16-Jährige aus Jerusalem und Beit Schemesch), die zusammen mit Josef Haim Ben David im Sommer 2014 den 15-jährigen Palästinenserjungen Mohammed Abu Khdeir in Ostjerusalem entführt und verbrannt hatten, schuldig gesprochen. Einer wurde zu lebenslänglicher Gefängnisstrafe verurteilt und der andere zu 21 Jahren Gefängnis.

Obwohl die israelische Staatsanwaltschaft für beide jungen Israelis eine lebenslängliche Gefängnisstrafe gefordert hatte, urteilte das Gericht anders. Der dritte Attentäter Ben David war der einzige Erwachsene unter den drei Tätern, ihm wird eine führende Rolle während des Mordanschlages zugesprochen. Ben Davids Urteil wurde jedoch verschoben, weil seine Rechtsanwälte dem Gericht einen psychiatrischen Bericht vorlegt haben, der besagt, dass Ben David schuldunfähig sei. Alle drei haben vor Gericht den Mord an Abu Khdeir gestanden.

Vor Gericht gaben sie als Tatmotiv an, sie haben die Entführung und Ermordung der drei israelischen Jugendlichen Naftali, Gilad und Eyal wenige Tage zuvor rächen wollen. Diese gilt als Auslöser der Militär-Operation Starker Felsen im Gazastreifen.

In den israelischen Medien wird der Mord an Abu Khdeir als jüdischer Terror bezeichnet. In den palästinensischen Medien wird in den letzten zwei Jahren ständig wiederholt, dass die verantwortlichen jüdischen Mörder letztendlich mit einer langjährigen Gefängnisstrafe davonkommen werden. Das Attentat hatte zu heftigen Unruhen israelischer Araber in Israel und vor allem in Jerusalem geführt.

Der von Juden ermordete Palästinenserjunge Mohammed Abu Khdeir wurde von der israelischen Terroropferbewegung „Opfer von Feindseligkeit“ ebenso als Terroropfer anerkannt. Seine Eltern bestanden jedoch darauf, dass sein Name nicht auf der Gedenktafel der jüdischen Terroropfer erscheinen soll.

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