Mit Humor die angespannte Lage überstehen

In Israel versuchen die Bürger durch Humor mit der angespannten Lage fertigzuwerden. Einige Beispiele.

von Aviel Schneider |

Seit heute früh werden weite Teile Israels mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossen. Vom Süden bis hin nach Tel Aviv und sogar Modiin heulen immer wieder die Sirenen. Ein Einblick wie Israelis mit dem Raketenbeschuss in den sozialen Netzwerken umgeht. Das alltägliche Leben ist gestört. Der Schulunterricht fiel aus und die Bürger wurden aufgefordert, nicht zur Arbeit zu gehen. Ausgenommen waren Arbeitsplätze, die für das Land als wichtig und notwendig gelten.
Für die Israelis leider keine neue Situation, immer wieder gab es eine sogenannte „Runde“ mit den Terroristen im Gazastreifen. So muss man sich mit den Raketenalarmen arrangieren, man muss lernen, damit umzugehen. Und das scheint am besten mit Humor zu funktionieren.
So dauerte es nicht lange, bis die ersten Witze über das Netz verteilt wurden. Wir heben einige davon für Sie gesammelt und übersetzt.

Wie gesagt sollten Arbeitnehmer nur zur Arbeit gehen, wenn ihre Arbeit von Wichtigkeit für das Land ist.

Wahlen werden in Israel immer Dienstags abgehalten. Und heute fiel der Unterricht wegen der Raketen aus. Also genial, dritte Wahlen zu veranstalten.

Dieser Witz nimmt Bezug auf das akute Parkplatzproblem der Stadt….

 

Der ehemalige Bildungsminister Bennet hat heute das Amt des Verteidigungsministers übernommen und sofort wurde, wegen der Raketen, der Schulunterricht abgesagt.

Ein Spruch auf einem Joghurtbecher. Balagan bedeutet „Durcheinander“.

Die Terroristen meinen, bei ihrem „Märtyrertod“ im Himmel von 72 Jungfrauen empfangen zu werden. Doch da neben dem Jihad-Führer auch seine Frau ums Leben gekommen war, ist dieser eben nicht allein bei seiner Ankunft im Himmel.

Avigdor Lieberman erklärte damals, dass er als Verteidigungsminister den Führer der Hamas innerhalb von 48 Stunden liquidieren würde. Dazu ist es jedoch nicht gekommen. Nun soll er sich vom gerade ins Amt gekommenen neuen Verteidigungsminister Naftali Bennet  eine Scheibe abschneiden.

 

 

 

Der neue Verteidigungsminister Bennet in der Person von Moshe Dayan, ehemaliger Verteidigungsminister zur Zeit des Sechstagekrieges.

 

 

 

 

Noch ist nicht klar, wie sich die Ereignisse von heute entwickeln werden. Mit etwas Humor versucht man, sich zu entspannen, so gut es geht. Dies ist in der israelischen Gesellschaft üblich und zeigt den Menschen im Ausland, wie Israel mit Gefahren umgeht. Für den Außenstehenden vielleicht nicht immer leicht zu verstehen, aber so versuchen die Israelis diese anstrengende und angespannte Zeit zu überstehen.

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