Leah Goldin: „Mein Sohn war Opfer des Waffenstillstands“

Leah Goldin, Mutter des Soldaten Hadar Goldin, sprach am vergangenen Freitag vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York im Rahmen einer Sondersitzung bezüglich der im Gazastreifen von der Hamas Terror-Organisation festgehaltenen Leichen der israelischen Soldaten.

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Leah Goldin, Mutter des Soldaten Hadar Goldin, sprach am vergangenen Freitag vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York im Rahmen einer Sondersitzung bezüglich der im Gazastreifen von der Hamas Terror-Organisation festgehaltenen Leichen der israelischen Soldaten.

„Unser Sohn Hadar war nicht das Opfer des Krieges, er war das Opfer des Waffenstillstands, das von den Vereinten Nationen initiiert worden war. Seit diesem Waffenstillstand gab es seitens der Vereinten Nationen nur ein schmerzhaftes und grausames Schweigen. Drei Jahre nach der Entführung von Hadar ist sein Grab noch immer offen. Mein Land hat sich nach den Gesetzen der Vereinten Nationen verhalten, ich möchte meinen Sohn zurück. Hadar hat nicht nur seine Eltern hinterlassen, sondern auch seinen Zwillingsbruder und seine Verlobte, die er 13 Tage nach seiner Entführung heiraten sollte.“

Diese Worte sagte sagte die Mutter mit zerbrechlicher Stimme und vielen Emotionen. Die Sitzung wurde von den Sicherheitsratsmitgliedern USA und der Ukraine nach der Bitte des israelischen UN-Botschafters Danny Danon initiiert. Es handelte sich hierbei um die erste Sitzung dieser Art, die von der israelischen Delegation geführt wurde. Mehr als 35 Botschafter, Diplomaten und Repräsentanten der Vereinten Nationen waren anwesend. Der ukrainische UN-Botschafter , Wolodymyr Jeltschenko, einer der Initiatoren dieser Sitzung, sagte: „Wir müssen alles dafür tun, damit die Leichen der Soldaten und die festgehaltenen Zivilisten nachhause gebracht werden.“

Der israelische UN-Botschafter Danny Danon sagte während der Sitzung: „Guckt in die Augen von Leah Goldin und erklärt ihr, warum sie als Mutter drei Jahre lang warten muss, um ihren Sohn beerdigen zu können, was das Recht eines jeden Menschen ist. Die internationale Gesellschaft muss handeln und darf es nicht zulassen, dass die Israelis auch nur einen Tag länger von der Hamas festgehalten werden.“

Leah Goldin spricht vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

Der ehemalige kanadische Justizminister und bekannter Experte für Menschenrechte, der der Familie Goldin zur Seite steht, Professor Irwin Cotler, sagte: „Die Verweigerung von Informationen bezüglich des Zustandes von sich in Gefangenschaft befindlichen Bürgern, die Entführung und das Festhalten ihrer Leichen sind eine Verletzung des internationalen und humanitären Rechts durch die Hamas. Die Weigerung der Hamas, die Leichen zurückzugeben, und die Tatsache, dass Hadar Goldin zur Zeit eines humanitären Waffenstillstandes der Vereinten Nationen ermordet und entführt worden ist, ist eine eklatante Verletzung der grundlegendsten Prinzipien der Menschenrechte, die dem humanitären Recht zugrunde liegen.“

Leah Goldin sagte: „Ich bin eine Mutter von vier Kindern, Großmutter von fünf Enkeln, Ehefrau eines Historikers und selbst eine Computerwissenschaftlerin. Ich spreche als Mutter von Leutnant Hadar Goldin, ein Soldat, der im Alter von 23 Jahren bei der Verteidigung seines Landes gefallen ist und dessen Überreste von der Hamas festgehalten werden zusammen mit einem weiteren Soldaten, Oron Shaul, und zwei Zivilisten, Avraham Mangisto und Hisham el-Seid. Israel begann die Operation, um den Raketenbeschuss der Hamas zu stoppen und um alle Terror-Tunnel zu zerstören. Die Einheit von Hadar beschützte die Einheit, die für die Zerstörung der Tunnel zuständig war. Tzur, der Zwillingsbruder von Hadar, rettete palästinensische Familien aus dem Feuer, nachdem sie von der Hamas als menschliches Schutzschild benutzt worden waren.“

„Israel stimmte sämtlichen Waffenstillständen zu, die von der Hamas gebrochen wurden. Am Ende stimmte Israel auch dem Waffenstillstand zu, der von den Vereinten Nationen und den USA initiiert worden war, zu. Zwei Stunden nach dem Einverständnis der Hamas, kamen Terroristen aus dem Tunnel und haben unserem Sohn aufgelauert, ihn ermordet und ihn durch den Tunnel geschleppt. Die Soldaten versuchten, ihn zu retten. Tzur bekam die Anweisung, ihn zu retten, ohne zu wissen, dass es sich um seinen Zwillingsbruder handelte.“ Leah Goldin erklärte weiter, dass es den Soldaten nicht gelang, Hadar zurück nach Israel zu bringen und er als Opfer erklärt wurde.“ Leah Goldin erklärte: „Die Hamas versprach den USA und den Vereinten Nationen öffentlich, den humanitären Waffenstillstand einzuhalten und zwei Stunden später schickte sie Terroristen durch den Tunnel.“

„Wir sind nicht die einzigen Eltern, die ihren Sohn im Kampf verlieren, und wir werden leider auch nicht die letzten sein. Aber unser Schmerz ist ein andere, da unser Sohn nicht ein Opfer des Krieges, sondern ein Opfer des humanitären Waffenstillstandes der Vereinten Nationen ist. Nach dem Mord und der Entführung Hadars und nach der Verurteilung des UNO-Generalsekretärs und dem Aufruf zur Freilassung geschah nichts mehr. Jetzt gibt es seitens der Vereinten Nationen nur noch ein brutales und schmerzliches Schweigen“, klagte Leah Goldin an.

Es sei barbarisch, die Leichen der gefallenen Söhne festzuhalten, sagte sie am Ende ihrer Rede. „Ich rufe die Mitglieder des Sicherheitsrates auf, zu fragen, warum die Vereinten Nationen ein derartiges Verhalten dulde. Man erwartet von einer Organisation wie dieser ernste Schritte. Wir bitten Euch darum, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Wir bitten um eine Entscheidung, die die Hamas dazu verpflichtet, Hadar Goldin und Oren Shaul zurückzugeben, bevor Ihr weiter humanitäre Hilfe für den Gazastreifen leistet.“

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