Landesweites Drohnen-Netzwerk

Muss man Güter, die nur wenige Gramm wiegen, mit dem Auto transportieren?

von Michael Selutin |
Medizin, oder Blutproben, können schnell und günstig geliefert werden. Foto: David Cohen/FLASH90

Anfang Juli testete das NAAMA-Projekt in Hadera Drohnen im praktischen Einsatz. Israel hat damit sein Pilotprojekt eines flächendeckenden Netzes von Lieferdrohnen durch die zweite Phase gebracht. Nutzer bestellten per App verschiedenste Produkte und dokumentierten die Erledigung ihrer Bestellungen. Das klingt nicht spektakulär, erfordert aber eine aufwändige Koordination, die den gleichzeitigen Einsatz hunderter oder gar tausender Drohnen bewältigen muss. Auch wird daran gearbeitet, die Nutzlast der Drohnen, die aktuell bei 2,5 Kilogramm liegt, sowie die Reichweite (derzeit 10 Kilometer) zu vergrößern.

Das Programm wurde im vergangenen Jahr als Gemeinschaftsarbeit zwischen dem israelischen Zentrum für die Vierte Industrielle Revolution (C4IR), der Innovationsbehörde, dem israelischen Verkehrsministerium (durch das Unternehmen Ayalon Highways), der israelischen Zivilluftfahrtbehörde (ICAA) und der Smart Transportation Authority sowie privaten israelischen und ausländischen Unternehmen aufgelegt. Man will technologische Durchbrüche herbeiführen und regulatorische Hindernisse überwinden. Israel soll ein „Beta-Standort“ für Drohnenpiloten und -betrieb werden.

Wann das Drohnen-Liefernetzwerk einsatzreif sein wird, ist noch offen. Wahrscheinlich wird es zunächst regionale Einheiten geben, die schließlich zum landesweiten Netz zusammengeschlossen werden. Ziel ist nicht nur die schnelle Lieferung von Gütern, sondern auch, den Straßenverkehr zu reduzieren.

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