Justizministerin veranlasst Bau von neuem Scharia-Gericht in Sachnin

Die israelische Justizministerin Ayelet Shaked (Jüdisches Haus) hat gestern die Anordnung für den Bau eines neuen Scharia-Gerichts in der Stadt Sachnin unterschrieben. Arabische Knesset-Abgeordnete zeigten sich überrascht und lobten die Ministerin.Seit Jahren ist kein neues Scharia-Gericht errichtet worden.

von |

Die israelische Justizministerin Ayelet Shaked (Jüdisches Haus) hat gestern die Anordnung für den Bau eines neuen Scharia-Gerichts in der Stadt Sachnin unterschrieben. Arabische Knesset-Abgeordnete zeigten sich überrascht und lobten die Ministerin.Seit Jahren ist kein neues Scharia-Gericht errichtet worden.

Ayelet Shaked sagte nach der Unterzeichnung: „Wir sind für die Gleichberechtigung der arabischen Bevölkerung verpflichtet. Ich rufe die Jugendlichen des arabischen Sektors dazu auf, sich freiwillig für den Nationalen Zivildienst zu melden. Das wäre für den Staat und auch für die arabische Bevölkerung von grosser Bedeutung.“

Seit der vergangenen Woche sind alle Scharia-Gerichte dazu verpflichtet, in den Gerichtsräumen die israelische Fahne und die Symbole des Staates zu zeigen. Die Justizministerin konnte dafür mit der Gerichtsleitung eine Einigung erzielen. Auch setzt sie sich dafür ein, dass mehr Frauen den Posten des Kadis, dem Richter des Scharia-Gerichts, einnehmen sollen.

Während sie einen Tag zuvor von einigen israelischen Arabern und arabischen Knesset-Abgeordneten noch kritisiert und als Rassistin beschimpft wurde, als sie an einem Festessen anlässlich des Ramadan-Festes teilnahm, wurde Ayelet Shaked jetzt von den arabischen Abgeordneten, die bei der Unterzeichnung der Anordnung für den Bau des neuen Scharia-Gerichts anwesend waren, gelobt.

Der Abgeordnete Esawi Freij von der Meretz-Partei sagte zu Shaked: „Politisch gibt es sehr viele Streitpunkte zwischen uns und der Partei Das Jüdische Haus. Aber was die Aktivitäten der Partei in bürgerlichen Fragen betrifft, überrascht sie im Vergleich zu den Ministern anderer Parteien. Die Zahlen sprechen für sich. Seit Jahren ist in Israel nicht ein einziges neues Scharia-Gericht errichtet worden und Sie haben es binnen so kurzer Zeit ermöglicht und dafür möchte ich Ihnen danken.“

Masud Ghnaim von der Vereinigten Liste dankte ebenfalls: „Ich bedanke mich bei der Ministerin für ihre schnelle Handlung für die Errichtung eines neuen Scharie-Gerichts in Sachnin, das den Bürgern der Umgebung dienen wird. Es muss eine Zusammenarbeit zwischen den Ministern und den arabischen Abgeordneten geben für die arabischen Bürger. Trotz unserer Meinungsverschiedenheiten sind wir alle gewählt worden, der Bevölkerung zu dienen und zu helfen.“

Und Knesset-Abgeordneter Osama Saadi fügte hinzu: „Dies ist ein Festtag für die arabischen Bürger. Wir danken der Justizministerin für die Eröffnung eines neuen Scharia-Gerichts und ihr Plan, in der Stadt Taibe ein neues Zivilgericht zu errichten. Wir werden weiter mit der Ministerin zusammenarbeiten für das Wohl der arabischen Bürger.“

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox