Israels Polizeichef: Es ist natürlich, Minderheiten und Einwanderer zu verdächtigen

Der Chef der Israelischen Polizei, Roni Alsheich, hat gestern (Dienstag) eine Kontroverse ausgelöst, als er sagte, es sei normal, wenn man Einwanderer und Minderheiten mehr verdächtigen würde.

von |

Der Chef der Israelischen Polizei, Roni Alsheich, hat gestern (Dienstag) eine Kontroverse ausgelöst, als er sagte, es sei normal, wenn man Einwanderer und Minderheiten mehr verdächtigen würde.

Alsheich sprach auf einer Veranstaltung der israelischen Rechtsanwaltskammer zum Beginn des neuen Jahres. Einwanderer seien deutlich mehr in Straftaten verwickelt als andere, sagte er. Er erklärte, dass ein Polizist, der sich einer verdächtigen Person näherte, automatisch einen Jugendlichen oder eine Person mit Migrationshintergrund eher verdächtigen würde als andere. Dies sei natürlich. Dabei unterstrich der Polizeichef, dass er damit nicht nur äthiopische Einwanderer meine, sondern auch Israels arabische Minderheit.

Seine Äußerungen lösten eine Welle der Empörung aus, besonders bei Vertretern der Äthiopischen Gesellschaft. Unter anderem wurde der Rücktritt von Alsheich gefordert. In der Vergangenheit kam es zu einigen Vorfällen, in denen Polizisten mit übertriebener Gewalt gegen äthiopische Juden vorgegangen waren. Diesen Vorfällen folgten Demonstrationen der äthiopischen Juden gegen das Vorgehen der Polizei, die zum Teil mit Gewalt beendet wurden.

Später sagte Roni Alsheich, dass es nicht seine Absicht gewesen wäre, Israelis äthiopischer Herkunft zu verletzen, er hätte lediglich die bestehende Situation schildern wollen.

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox