Israel will Palästinensern helfen, den Gazastreifen zu verlassen

Das israelische Sicherheitskabinett hat im vergangenen Jahr daran gearbeitet, Palästinensern zu helfen, den Gazastreifen zu verlassen, ohne zurückzukehren.

von David Lazarus |
Illustration - Gaza Bewohner
Illustration - Gaza Bewohner Foto: Illustration - Hassan Jedi/Flash90

Regierungsquellen zufolge, die an den Gesprächen beteiligt waren, wurde der Plan, die Bewohner des Gazastreifens bei der Ausreise zu unterstützen, von Premierminister Netanjahu gebilligt. Das Sicherheitskabinett berichtete, dass im Jahr 2018 mehr als 35.000 Palästinenser den Gazastreifen verlassen hätten, ohne die Absicht, zurückzukehren. „Es handelt sich um eine sehr große Zahl von Auswandernden, die den Streifen verlassen“, teilte der Beamte den Reportern während Netanjahus kürzlicher Reise nach Kiew mit.

Weiter berichtete er, dass Israel bereit sei, für alle Kosten aufzukommen, die anfallen, um den Palästinensern zu helfen, den Gazastreifen in ein anderes Land zu verlassen, das bereit sei, sie aufzunehmen. Das Sicherheitskabinett hat mit zahlreichen Ländern des Nahen Ostens Kontakt aufgenommen, doch hatte sich keine einzige Nation dazu bereiterklärt, den Palästinensern zu helfen, den überfüllten, von Krieg heimgesuchten Terrorhafen der Hamas zu verlassen.

Israel hat sogar einen Plan aufgestellt, der es den Gazanern erlaubt, einen Platz der Luftwaffe im Süden des Landes zu nutzen, um die Ausreisenden aus dem Gazastreifen zu fliegen. Da aber da kein Land bereit war, sie aufzunehmen, kann dieser Plan noch nicht umgesetzt werden. Die große Zahl der Bewohner, die den Gazastreifen verlassen, tut dies aus eigenem Willen, sobald sie ein Land finden, das bereit ist, sie aufzunehmen.

In ähnlicher Weise hat die Alliance for Israel Advocacy (AIA), eine messianisch-jüdische Lobby in Washington, einen Plan vorangetrieben, der jungen Palästinensern, die in den biblischen Gebieten von Judäa und Samaria leben, erhebliche finanzielle Anreize für die Umsiedlung in ein anderes Land bietet, um damit eine jüdische Mehrheit in den umstrittenen Gebieten zu erlangen. Heute leben ungefähr 2,5 Millionen Araber in Judäa und Samaria, und ungefähr 380.000 israelische Siedler. „In 10 Jahren könnten durch die Finanzierung von wirtschaftlichen Möglichkeiten außerhalb des Landes ungefähr eine Million Palästinenser und eine Million Juden in Judäa und Samaria leben, was eine ganz neue Realität vor Ort schaffen würde“, sagte Paul Liberman, Exekutivdirektor der AIA gegenüber Israel Heute

Lesen Sie das Interview von Israel Heute mit Paul Liberman.

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