Nach dem intensivsten Beschuss aus dem Gazastreifen seit dem Gazakrieg 2014, bei dem nicht weniger als 28 Mörsergranaten in Richtung israelischer Ortschaften im Grenzgebiet zum Gazastreifen abgeschossen wurden, reagiert die israelische Armee jetzt mit einer Reihe von Angriffen auf Ziele des Islamischen Jihad und der Hamas im ganzen Gazastreifen.
Bild: Rauch steigt über den Gazastreifen auf nach israelilschen Luftangriffen (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)
Die israelischen Angriffe begannen nach Ende der Beratungen im Hauptquartier des Verteidigungsministeriums in Tel Aviv. Zuvor sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während der in Maalot-Tarshiha stattfindenden Galiläa-Konferenz: „Israel nimmt die Angriffe auf seine Ortschaften durch der Hamas und dem Islamischen Jihad sehr ernst. Zahal (israelische Armee) wird mit aller Kraft gegen diese Angriffe vorgehen. Israel wird einen hohen Preis dafür verlangen und sieht die Hamas als verantwortlich an.“
Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe griffen unter anderem ein Trainingslager des Jihad in Gaza an. Auch wurde Rauch in der Nähe der Stadt Deir al-Balah gesehen. Ein israelischer Armeesprecher sagte, dass die zu hörenden Explosionen mit den israelischen Angriffen zu tun hätten.
Ein Sprecher der Hamas äußerte sich zu der israelischen Reaktion: „Israel wird es nicht gelingen, die Regeln des Konflikts zu ändern und eine neue Situation vor Ort zu schaffen. Der Widerstand in Gaza hat behält sich das Recht vor, im Einklang mit den Interessen unseres Volkes zu reagieren, was nichts mit Schwäche zu tun hat.“

Bei dem Mörsergranaten-Beschuss aus dem Gazastreifen heute früh ist Berichten zufolge ein Israeli leicht verletzt worden. Er meldete sich später mit Splittern in der Schulter im Soroka-Krankenhaus in Beersheva.




