Israel Heute Morgen

Heute habe ich auf meinem Weg zur Redaktion zum ersten Mal eine Jacke getragen! Ein paar Worte über den Vorgeschmack auf den Winter, die steigende Zahl der Verkehrstoten in Israel, Boykotts gegen Israelis, meine Heimatstadt Oldenburg und die BDS-Bewegung und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute habe ich auf meinem Weg zur Redaktion zum ersten Mal eine Jacke getragen! Ja, ich habe sie gefunden, nachdem ich gestern auf meinem Heimweg eine richtig schöne Dusche bekommen hatte. Grauer Himmel. Sturm und heftiger Regen, gestern Nachmittag haben wir hier in Jerusalem ein richtig schönes Winterwetter bekommen. Jetzt ist es draußen bewölkt und angenehm kühl. Die Höchsttemperaturen werden in Jerusalem 19 Grad betragen, herrlich.

Regen in Jerusalem

Das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit einem weitern Rückgang der Temperaturen, für die Jahreszeit zu kühl. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 19 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 28 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213.72 m unter dem Meeresspiegel.

Das sind doch prächtige Temperaturen. Der Regen wird sich heute leider schon wieder von uns verabschieden, doch auch die kommenden Tage sollen angenehm werde mit keiner großen Veränderung der Temperaturen. Gestern wurde gemeldet, dass der Wasserpegel des Genezareth-Sees um einen Zentimeter angestiegen sei.

Wegen des Regens hat meine Fahrt nachhause gestern deutlich länger gedauert als normal. Es hat teilweise sehr heftig geregnet und wegen der Winterzeit war es auch schon dunkel. Und dann sollte man langsamer fahren.

Leider hat es heute früh innerhalb von nur wenigen Minuten zwei schwere Verkehrsunfälle gegeben. Auf der Schnellstraße 6 sind zwei Menschen ums Leben gekommen, ein weiterer wurde schwer verletzt. Ihr Wagen war mit einem Laster zusammengestoßen. Der Zusammenstoß war so stark, dass das Auto unter dem Lastwagen eingeklemmt wurde. Ein schrecklicher Anblick. Kurz davor wurde eine Fussgängerin in Petach Tikva von einem Bus angefahren und schwer verletzt. Kein guter Start in den Tag.

(Foto: Schwerer Unfall heute früh)

Gestern hat der israelische Staatskontrolleur einen Bericht veröffentlicht, in dem das israelische Verkehrsministerium und die Nationale Behörde für die Sicherheit auf den Strassen beschuldigt wird, bei ihren Maßnahmen zur Verminderung der Zahl der Verkehrsunfälle versagt zu haben. Seit dem Jahr 2012 ist die Zahl der Verkehrstoten von Jahr zu Jahr angestiegen. 2012 kamen insgesamt 290 Menschen ums Leben, im Jahr 2015 lag die Zahl bei 356!

Und ich sage es immer wieder: Man kann nicht immer den Staat für die Verkehrsunfälle verantwortlich machen. Sicher, man kann die Strassen noch weiter ausbauen, mehr Verkehrspolizisten einsetzten, was in der Tat etwas helfen würde, einige Raser von der Strasse zu holen. Aber die grösste Verantwortung liegt noch immer bei uns. Denn wir sitzen im Auto. Ich sehe fast täglich, wie einige Autofahrer mit ihrer Fahrweise andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Auch heute früh. Es fehlt die Geduld, wir haben es eilig. Und dann wird mal eben auf das Handy geschaut, es ist ja so wichtig.

In der letzten Zeit häufen sich die Meldungen, in denen berichtet wird, dass Israelis Dienstleistungen verweigert werden, weil sie Israelis sind. Da gab es zum Beispiel ein Hotel im Schwarzwald, dass sich weigerte, eine Buchung aus Israel zu bestätigen. Man wolle keine Israelis im Hotel, hiess es in einer Email des Hotelbesitzers. Später gab es dann alle möglichen Erklärungen, es sei ei Missverständnis gewesen, man habe sich geirrt, man hätte keine freien Zimmer. Nun, was soll man dazu sagen. Ein weiterer Fall wurde aus England gemeldet, wo sich ein Besitzer einer Autowerkstatt weigerte, ein Autoteil nach Israel zu verschicken. Er würde keine Geschäfte mit Israel machen, da er den Staat Israel wegen seiner Menschenrechtsverletzungen, wegen des täglichen Mordes an Kindern, nicht anerkenne. Aber er sei bereit, das gewünschte Teil zu einem guten Preis nach Palästina zu versenden, sagte er. Mir persönlich hatte ein Deutscher geschrieben, dass er den Angriff des palästinensischen Polizisten auf drei israelische Soldtaten für gut heisse, die Palästinenser hätten das Recht auf die Verteidigung ihres Landes. Ich habe ihm nicht geantwortet, es hat keinen Sinn, denn die Gegner Israels, die Unterstützer der BDS-Bewegung, werden immer auf ihrer Wahrheit beharren. Israel kann soviel erklären, wie es will, sie werden ihre Einstellung nie ändern.

Sogar meine Heimatstadt Oldenburg ist seit einiger Zeit in den Schlagzeilen der Jerusalem Post wegen eines Artikels eines oldenburger Lehrers, der sich öffentlich für den Boykott Israels ausspricht. Dieser Artikel war in einer Veröffentlichung der Lehrergewerkschaft in Oldenburg erschienen, wurde später jedoch wieder herausgenommen und hat eine große Diskussion ausgelöst. Auch die Oldenburger Nordwest-Zeitung hat sich sehr ausführlich mit dem Fall befasst (Artikel).

So, liebe Leser, das war es für heute Morgen. Am Freitag gibt es wieder die Nachrichten der Woche von Israel Heute TV. Und dann möchte ich Sie nochmals daran erinnern, dass jeden Samstag um 18:30 Uhr auf dem Anixe-Kanal in Deutschland unser Israel Heute TV Magazin ausgestrahlt wird.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Mittwoch, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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