Israel Heute Morgen

Was für ein tolles Wetter! Endlich haben wir, auch in Modiin, so richtig frische Luft. Die Klimaanlage konnte ausruhen. Ein paar Worte über einen ganz besonderen Vormittag, der Beginn des Armeedienstes unserer Tochter, der bevorstehende Jom Kippur-Versöhnungstag und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Was für ein tolles Wetter! Endlich haben wir, auch in Modiin, so richtig frische Luft. Die Klimaanlage konnte ausruhen. Das ist der Herbst. Morgen soll es sogar noch etwas kühler werden. Bevor Sie jetzt zu schmunzeln beginnen, ich weiß, dass es hier noch immer warm ist im Vergleich zum Wetter bei Ihnen. Aber dennoch, es ist ein gewaltiger Unterschied zu diesen endlos heißen Sommertagen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit unveränderten für die Jahreszeit zu kühlen Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 27 Grad, Tiberias am See Genezareth 34 Grad, am Toten Meer 34 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt nun bei -214.08 m unter dem Meeresspiegel.

Heute ist ein ganz besonderer Tag für uns und vor allem für unsere Tochter. Vor wenigen Stunden haben wir sie zum Munitionshügel (Givat HaTachmoshet) hier in Jerusalem begleitet und sie dann in die Hände der Israelischen Armee übergeben. Das war es, ein neuer Lebensabschnitt hat für sie begonnen, aber auch für uns. Nun bin ich Vater von zwei Soldaten. Allerdings haben wir den Einzug in die Armee heute früh ohne viel Tränen überstanden (ganz ohne geht es natürlich nicht). Heute wurde eine relativ kleine Gruppe in die Armee aufgenommen, so dass die ganze Atmosphäre sehr angenehm war, sehr persönlich, ohne Stress. Zusammen mit unserer Tochter wurden auch einige Schulfreundinnen von ihr mit eingezogen, dass machte alles viel einfacher. Und dann war es soweit, die „Fast-Soldatinnen“ wurden aufgefordert, sich anzumelden. Vor dem Ausgang bekam jedes Mädchen, es waren heute nur Mädchen, ein kleines Psalmenbuch geschenkt. Dann gingen sie durch das Tor ihrem neuen Lebensabschnitt entgegen. Zurück blieben wir, die Eltern, für einige war es das erste Mal, dass sie ein Kind der Armee übergeben, dort waren die Emotionen besonders gross. Aber auch ich konnte mir ein paar Tränen nicht verkneifen, so ist das nun mal. Danach verabschiedeten wir uns von den anderen Eltern und kehrten zurück in unseren Alltag.

Der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Viel Erfolg!

Und nun sitze ich wieder an meinem Schreibtisch hier in unserer Redaktion. Morgen Abend beginnt der Versöhnungstag – Jom Kippur. Bevor wir mit dem Fasten beginnen, wird natürlich noch einmal gegessen. Diese Mahlzeit ist etwas ganz besonderes. Denn nach dieser gibt es für die nächsten 25 Stunden nichts mehr zu essen und zu trinken. Ich sehe diesen Tag als eine Reinigung des Körpers und des Geistes. Man hat viel Zeit, über das vergangene Jahr nachzudenken. Wenn man sich mit Menschen trifft, wünscht man sich „Gmar Chatima Tova“, eine gute Versiegelung oder Unterschrift im Buch des Lebens oder der Lebenden. Oft entschuldigt man sich dann auch, sollte man, auch unbeabsichtigt, jemanden verletzt haben. Es ist ein Neubeginn für das Jahr und für uns.

Auch in der kommenden Nacht werden sich wieder Tausende an der Klagemauer zu den Slichot-Gebeten (Gebete der Buße und Reue) versammeln, so wie im folgenden Video vom Beginn der Woche.

Sollte ich, liebe Leser, durch meine Artikel jemanden verletzt haben, so bitte ich Sie um Verzeihung und wünsche auch Ihnen „Gmar Chatima Tova“ und einen angenehmen Donnerstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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