Israel Heute Morgen

Im Hebräischen sagt man oft den Satz: „Die Zeit rennt, wenn man Spaß hat.“ Da mag was dran sein. Es ist wirklich nicht langweilig hier bei uns. Das Gespräch zwischen Netanjahu und dem Herausgeber der Zeitung „Jediot Achronot“ ist weiterhin das Thema Nummer 1 in Israel. Und dann ist da noch eine Friedenskonferenz in Paris. Was das Wetter betrifft, es bleibt kühl.

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Guten Morgen liebe Leser!

Eine neue Woche beginnt. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Das neue Jahr 2017 hatte doch gerade erst begonnen und jetzt haben wir schon Mitte Januar. Im Hebräischen sagt man oft den Satz: „Die Zeit rennt, wenn man Spaß hat.“ Da mag was dran sein. Mir macht meine Arbeit hier in der Redaktion von Israel Heute sehr viel Spaß. Und gerade jetzt, wenige Stunden vor der Schließung der Februar-Ausgabe des Magazins, ist es hier bei uns alles anders als langweilig. Die letzten Schliffe müssen unternommen werden, alle Seiten noch einmal kontrolliert, das Inhaltsverzeichnis vorbereitet werden. Dann noch einmal ein letzter Blick und ab zum Druck. Ob wir heute schon Pizza essen werden?

In der Nacht hatte es wieder geregnet. Aber am Morgen kam dann die Sonne hervor, so dass ich auf meinem Fußweg vom Parkhaus zur Redaktion trocken geblieben bin. Der Himmel war fast wolkenlos, doch jetzt ist er leider wieder grau. Bis zum Mittag könnten noch einige Regentropfen fallen, danach soll es trocken bleiben. Bis Dienstag soll es noch etwas wärmer werden, danach sinken die Temperaturen wieder. Mal sehen, wann der Regen wiederkommt.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig. Leichter Temperaturanstieg. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 11 Grad, Tel Aviv 16 Grad, Haifa 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 18 Grad , am Toten Meer 21 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.54 m unter dem Meeresspiegel.

Bei uns redet man jetzt fast ausschließlich über das Gespräch zwischen Netanjahu und dem Herausgeber der Zeitung Jediot Achronot. Alles andere scheint an die Seite gedrängt worden sein. Gestern Abend wurden in den Nachrichten weitere Einzelheiten des Gesprächs veröffentlicht. Das Versprechen des Herausgebers, positiver über Netanjahu zu berichten, wenn dieser dafür sorge, die Verbreitung der Gratis-Zeitung Israel Hayom zu beschränken, die Erwähnung von Namen bestimmter Journalisten der Zeitung, um die man sich kümmern sollte, damit die Nachrichten über Netanjahu positiver sein werden, ein Zitat des Herausgebers Noni Moses: „Mir ist klar, man muss dafür sorgen, dass du (Netanjahu) Ministerpräsident sein wirst,“ oder der Vorschlag Netanjahus, schon nach ihrem Gespräch einen ihm gut gesinnten Journalisten anzustellen, um einen positiven Kommentar zu veröffentlichen, als Zeichen des guten Willens seitens Noni Moses, haben das ganze Land in Erstaunen versetzt. Die Journalisten von Jediot Achronot sind schockiert und befinden sich in einer sehr unangenehmen Situation. Auf der heutigen Titelseite der Zeitung wendet sich der Chefredakteur direkt an die Leser. Die Überschrift seines halbseitigen Kommentares lautet „Wenn das Haus bebt“. Er bekräftigt, dass alle Mitarbeiter nur für die Leser arbeiten, und alles dafür tun, um den Lesern eine gute, qualitative und glaubwürdige Zeitung vorzubereiten. Die Leser stünden an erster Stelle, erst danach derjenige, der ihnen das Gehalt zahle, der Herausgeber. Ich möchte nicht daran denken, wie unangenehm die ganze Atmosphäre in der Redaktion der Zeitung momentan ist. Ob sich das noch negativ auf die Verkaufszahlen auswirken wird, wird sich später zeigen. Von Netanjahu haben wir keine weitere Stellungnahme bekommen. Ob auch weiterhin „nichts sein wird, weil nichts gewesen ist?“

Titelseiten von heute: Jediot Achronot – „Wenn das Haus bebt“, Israel Hayom – “ Moses zu Netanjahu: Man muss dafür sorgen, dass Du Ministerpräsident sein wirst“

Sie sehen, dass uns diese Sache sehr beschäftigt. Was ist sonst noch aktuell heute? Ach ja, in Paris findet heute eine Friedenskonferenz für den Nahen Osten statt. Vertreter von nicht weniger als 72 Staaten werden dort über eine Lösung des Konfliktes hier bei uns beraten. Vielleicht werden sie sich auch auf einen Lösungsvorschlag einigen, der dann feierlich verkündet werden wird. Endlich wird man für uns eine Lösung finden. Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde werden heute nicht in Paris sein.

Nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag, wir haben unsere Arbeitswoche begonnen. Also, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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