Einem Bericht der Tageszeitung Israel Hayom zufolge, soll sich Israel an die Vereinigten Staaten mit der Bitte gewandt haben, von einer Kürzung der Zahlungen an die UNRWA in Gaza abzusehen, wie es US-Präsident Donald Trump vor einigen Monaten angekündigt hatte.
Grund der Bitte soll sein, dass Israel damit die Möglichkeit von weiterer Gewalt an der Grenze zum Gazastreifen verringern möchte, die durch einer Verschlechterung der humanitäten Situation in Gaza entstehen könnte.
Nach der amerikanischen Ankündigung der Kürzungen der Zahlungen, sah sich die UNRWA in Gaza gezwungen, sich neu zu organisieren. So wurde im Juli angekündigt, 250 Arbeitsplätze in der Organisation zu streichen.
Der UNRWA wird vorgeworfen, ihre Einrichtungen für Terror-Attacken gegen Israel zur Verfügung zu stellen. So wurden während des Gazakrieges im Sommer 2014 innerhalb einer Schule der Organisation Raketen der Hamas entdeckt. Drei israelische Soldaten kamen Ende Juli 2014 bei einer Explosion in einer Klinik der UNRWA ums Leben. Der Sprengstoff war in den Wänden der Klinik versteckt.
Der Direktor der UNRWA sprach seine Unterstützung für die von der Hamas organisierten „Märsche der Rückkehr“ aus und versprach, dass die medizinischen Einrichtungen seiner Organisation den „Palästinensischen Flüchtlingen“ ärztliche Hilfe bieten werden, sollten sie während ihrer Demonstrationen verletzt werden.
US-Präsident Trump zog die Konsequenzen und „bestrafte“ die Organisation mit dem Einfrieren von 125 Millionen Dollar an Hilfsgeldern. Doch nicht alle Länder teilten die Ansicht des amerikanischen Präsidenten. Israel Heute berichtete im März dieses Jahres, dass während die Amerikaner ihre Hilfszahlungen kürzen, die deutsche Regierung ihre Zahlungen an die UNO-Organisation ständig erhöht habe. Lag die jährliche Hilfe im Jahr 2003 noch bei 3 Millionen Euro, zahlte die deutsche Regierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2017 die stolze Summe von 80 Millionen Euro an die UNRWA.
Archivbild: UNRWA Gebäude in Rafah im südlichen Gazastreifen (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)




