Zum ersten Mal kam ein führender iranischer Journalist nach Israel für ein Interview mit Verteidigungsminister Avigdor Liberman.
Das Interview fand diese Woche im Büro des Verteidigungsministers in der „Kirya“-Basis in Tel-Aviv statt. Der Interviewer war Mehrad Mirdamadi, Chefredakteur des „Radio Farda“ („Morgen“ auf Farsi, der Amtssprache Irans), welcher von Prag aus sendet und Millionen von Iranern erreicht.
In dem Interview, das teilweise auf Farsi und teilweise auf Englisch gehalten wurde und das Donnerstagmorgen auf der Website von Radio Farda auf Farsi veröffentlicht wurde, bat der Verteidigungsminister darum, den iranischen Bürgern eine Botschaft zu übermitteln.
„Wir hoffen, dass unsere Botschaft sehr klar ist. Wir werden alles tun, um zu verhindern, dass Iran versucht, Militärstützpunkte in Syrien zu errichten oder andere schiitische Milizen einzuladen, die Israel bedrohen“, sagte Verteidigungsminister Liberman. „Der Iran ist ein souveränes Land und er hat das Recht, die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Syrien aufrechtzuerhalten, aber wir werden einer iranischen Militärpräsenz auf syrischem Boden niemals zustimmen und wir werden die Bemühungen Irans, Israel zu schaden und den Nahen Osten zu destabilisieren, nicht akzeptieren“, sagte Liberman.
Verteidigungsminister Liberman sagte in dem Interview zu dem iranischen Volk: „Iran investiert in Terror, statt für die jüngere Generation zu arbeiten. Statt die Wirtschaft und Wissenschaft zu entwickeln, investiert das iranische Regime nur in militärische Übungen und Terrorismus. Es ist ein fanatisches Regime, welches bis heute mehr als 13 Milliarden Dollar verschwendet hat, und es gibt jedes Jahr mehr als 2 Milliarden Dollar für die Terrorfinanzierung im gesamten Nahen Osten aus, was dem Interesse des iranischen Volkes zuwiderläuft. Warum investiert ein Land mit einem der größten Ölreserven der Welt so viel in ein Nuklearprogramm und die Entwicklung ballistischer Raketen?“
(Foto: Ariel Hermoni / Israelisches Verteidigungsministerium)




