In Sachen Corona gilt: „Israel führt und die Welt folgt“

Israel nimmt COVID-19 sehr ernst, ist sich aber auch des positiven diplomatischen Impulses bewusst, den die Pandemie darstellt

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Coronavirus
Als weitere weltweite Premiere hat Israel damit begonnen, älteren Menschen und Risikogruppen eine vierte COVID-Impfung zu verabreichen. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

„In Sachen Covid-19 scheint es so, dass wenn Israel führt, der Rest der Welt folgt“. So begann ein kürzlich erschienener CNN-Bericht. Diese Meinung wurde in den internationalen Mainstream-Medien aufgegriffen, zum Beispiel als der deutsche Spiegel schrieb, Israel sei „dem Rest von uns einen Schritt voraus“.

Die derzeitige und frühere israelische Führung hat sich damit gerühmt, bei der laufenden Pandemie in vielerlei Hinsicht der „Erste“ zu sein. Israel war das erste Land, das genügend Impfdosen für die gesamte Bevölkerung beschaffte, das erste Land, das diese Impfstoffe für die Allgemeinheit bereitstellte, das erste Land, das eine Auffrischungsimpfung genehmigte, und das erste Land, das Teenager und später auch Kleinkinder impfte.

Als sich dann die Omikron-Variante weltweit verbreitete, war es keine Überraschung, dass führende Politiker der Welt Schlange standen, um mit dem israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett zu sprechen, nachdem dieser als erster den Notstand ausgerufen und die Grenzen des Landes geschlossen hatte.

Sie wollten wissen, was Israel wusste, was sie noch nicht wussten, und die Politik des jüdischen Staates an ihre eigenen Bevölkerungen anpassen.

„Wir haben Alarm geschlagen, und alle wollten wissen, worum es geht“, so eine israelische diplomatische Quelle gegenüber dem Nachrichtenportal N12.

Israel nimmt COVID-19 zwar mit tödlichem Ernst, ist sich aber auch der diplomatischen Chance und des Nutzens bewusst. Die Welt schaut auf Israel nicht nur als Beispiel, als Testfall, sondern auch als Vorreiter und Wegweiser. Derselbe N12-Bericht besagt, dass Bennett fast täglich Gespräche mit dem britischen Ministerpräsidenten Boris Johnson und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron sowie anderen führenden Politikern der Welt führt. Berichten zufolge plaudern Bennett und Johnson sogar zu jeder Tageszeit über WhatsApp miteinander.

Während solche Gespräche in der Vergangenheit eher selten waren und sich auf angespanntere Themen wie den israelisch-palästinensischen Konflikt konzentrierten, sind sie heute alltäglich und freundlich und konzentrieren sich auf die Suche nach Lösungen, die uns allen helfen.

„Wenn man ein halbstündiges Telefongespräch damit verbringt, über COVID zu sprechen, bleibt wenig Zeit für andere ‚lästige‘ Themen“, so die diplomatische Quelle, die hinzufügte, dass das Coronavirus „für diejenigen, die im Bereich der Außenbeziehungen tätig sind, ein hervorragendes Mittel ist, um das Image Israels zu verbessern und der Welt zu zeigen, was wir zu bieten haben. Nicht umsonst bitten Botschafter und führende Politiker der Welt um ein Gespräch mit unseren Verantwortlichen. Wir haben viel Wissen weiterzugeben, um Leben und die Wirtschaft zu retten.“

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