MitgliederHerzls geheime Konversions-Idee

War Herzls Konversionsidee nicht auf irgendeine eine Art eine Konversionstherapie, mithilfe derer sich Juden zu Christen umpolen sollten, nur um damit einen Antisemitismus zu vermeiden und es der Kirche recht zumachen?

von Aviel Schneider |
Erinnerungsstücke von Herzl, Teil der Manfred Anson-Sammlung, sind im Zentralen Zionistischen Archiv in Jerusalem zu sehen Foto: Flash90

Ende Juli stimmte die Mehrheit im israelischen Parlament in einer ersten Lesung für ein Gesetz, das die Konversionstherapie im Land unter Verbot stellt. Homosexuelle dürften demnach nicht mehr per Therapie „umgepolt“ werden. Orthodoxe Koalitionspartner reagierten wütend und lösten mit ihrem Protest eine Koalitionskrise aus.

Der Begriff „Konversion“, der dieser Tage in aller Munde ist, hat bei mir eine Geschichte aus längst vergangenen Zeiten in Erinnerung gerufen, die mit den aktuellen Geschehnissen eigentlich nicht viel gemeinsam hat, aber dennoch hochinteressant ist, weil sie nur sehr wenige Menschen kennen.

Ich wurde an den jüdischen Visionär Theodor Herzl und seinen Konversionsplan für das jüdische Volk erinnert. Nur die wenigsten wissen, dass Herzl 1893 eine Idee hatte, die eigentlich schwer nachvollziehbar ist: Er entwickelte einen Plan für eine Massenkonversion österreichischer Juden zum Katholizismus.

Herzl war so sehr um eine Lösung für das jüdische Volk bestrebt, dass er auch vor solch radikalen Ideen, wie den kollektiven Massenübertritt der Juden zum Christentum nicht zurückschreckte. Zu...

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