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Hamas will für mehr Lifestyle werben

Der palästinensische Journalist Ayman al-Aloul aus dem Gazastreifen hat kürzlich öffentlich mitgeteilt, dass er von nun an nur noch über Lifestyle und Mode der Palästinenser schreiben wird, nicht mehr über die Politik im Gazastreifen. Diesen Entschluss fasste er, nachdem er vom Hamas Regime verhaftet und im Gefängnis gefoltert wurde. Ayman ist der Meinung, dass seine Kritik gegenüber der radikalen Hamasführung keinen Sinn macht…

Der palästinensische Journalist Ayman al-Aloul aus dem Gazastreifen hat kürzlich öffentlich mitgeteilt, dass er von nun an nur noch über Lifestyle und Mode der Palästinenser schreiben wird, nicht mehr über die Politik im Gazastreifen. Diesen Entschluss fasste er, nachdem er vom Hamas Regime verhaftet und im Gefängnis gefoltert wurde. Ayman ist der Meinung, dass seine Kritik gegenüber der radikalen Hamasführung keinen Sinn macht.

Der Journalist war der einzige palästinensische Fernsehreporter, der die Hamasführung im TV für den Ruin des Gazastreifens kritisiert hatte. Dann wurden er und andere palästinensische Blogger sowie Journalisten von den Hamasbehörden im Gazastreifen verhaftet. „Diese Verhaftung hat mich zum neuen Menschen gemacht“, erklärte Ayman nach seinem neutägigen Gefängnisaufenthalt. „Ich habe mich entschlossen, nicht mehr über die finanzielle Situation im Gazastreifen zu schreiben. Was ich in den letzten Tagen durchgemacht habe, war unglaublich schwer für mich. Sie (Hamas) glauben, dass meine Kommentare, die ich auf meiner Facebook Seite veröffentlicht habe, die Regierung in Gaza schlecht darstellen lässt und dies eine unrechte Kritik gegen den palästinensischen Widerstandskampf sei.“

Seine Gefangennahme wie auch die seiner Kollegen, ist die Folge der wachsenden Kritik innerhalb der palästinensischen Gesellschaft gegen das Hamasregime. Die Wirtschaft ist am Boden und der Wiederaufbau des Gazastreifens nach dem jüngsten Krieg macht keine Fortschritte. Nicht Israel ist der Verantwortliche für das Leid der Palästinenser im Gazastreifen, sondern zuallererst die eigene Hamasführung.

Ayman und andere Palästinenser wirkten wie ein Echo der palästinensischen Gesellschaft, die unter steigender Arbeitslosigkeit und Armut leidet. Der Hamas befürchtet, dass ein „arabischer Frühling“ auch im Gazastreifen ausbrechen könnte und hat aus diesem Grund Ayman und andere palästinensische Journalisten verhaftet und zum Schweigen gebracht.

Im Ausland wird unterdessen alles geschluckt, was Hamas & Co. gerne veröffentlicht haben wollen. Sobald jemand anderer Meinung ist und öffentlich Selbstkritik äußert wie Ayman, wird nachgeholfen, dass solch ein „Querulant“ ab sofort ja seinen Mund hält. Pressefreiheit im Nahen Osten existiert nur in Israel, in keinem anderen arabischen Land um Israel. Dies wird oft von palästinensischen Journalisten in Gesprächen mit ihren Freunden, auch auf israelischer Seite, zugeben. Von nun an wird Ayman al-Aloul das glänzende Leben, die bunte Mode und die vielfältige Kultur der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen loben, dort wo laut palästinensischen Quellen jeder zweite Palästinenser (aus der Arbeitskraft) arbeitslos ist.

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Patrick Callahan

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