Hackathon gegen Antisemitismus

Die Initiative zielt darauf ab, innovative Technologien zu entwickeln, mit denen Antisemitismus bekämpft werden kann.

von Yossi Aloni |
Foto: Israelische Botschaft in Warschau

Die israelische Botschaft in Warschau hat einen Hackathon organisiert, um gegen Hassrede und Antisemitismus im Internet ein Zeichen zu setzen. Studenten aus Israel, Polen, Deutschland, Frankreich und Amerika machten mit.

Die Initiative, an der die Studenten teilnahmen, zielt darauf ab, innovative Technologien zu entwickeln, mit denen Antisemitismus bekämpft werden kann. An dem von der israelischen Botschaft in Warschau organisierten Hackathon-Event beteiligten sich unter anderem das Polnische Museum.

48 Stunden lang haben israelische und andere Studenten aus verschiedenen Ländern in gemischten Teams an Lösungen gearbeitet und ihre Innovationen danach einer professionellen Jury vorgelegt. Die Teilnehmer hatten Zugang zu einem Datensystem, das einem das Scannen von über fünf Millionen Quellen im Internet (Seiten, Foren und soziale Medien) in Echtzeit erlaubt, um dabei antisemitisches Verhalten und Hassrede aufzuspüren und zu identifizieren. Das Gewinnerteam erhielt ein Preisgeld von 16.000 Dollar von der US-Botschaft in Polen und Amazon. Damit soll die Technik weiter entwickelt werden, bis sie auch angewendet werden kann.

Den ersten Platz gewann Josh Haims Haet Map Projekt. Haim ist Student am Interdisciplinary Center in Herzliya. Seine drei Teammitglieder kommen aus Deutschland und Polen. Das Konzept des Projektes nutzt Künstliche Intelligenz (AI) und maschinelle Lerntechnologie, um Zentren des Antisemitismus im Internet zu sammeln und zu kartieren. Verschiedene Regierungen und Behörden werden auf diese Informationen und Datenbasen zurückgreifen können, um Antisemitismus und Hass zu bekämpfen.

Alex Ben-Zvi, der israelische Botschafter in Polen, sagte: „Wir sehen in den letzten Jahren einen starken Anstieg von Berichten über antisemitische Vorfälle in aller Welt. Als technologischer Vorreiter in Sachen Innovation ist es geradezu passend, dass der Staat Israel die richtigen Lösungen für dieses alte Problem bereitstellt. Besonders hier in Polen, wo Juden seit mehr als tausend Jahren leben, bedeutet es eine Menge, dass wir dieses einzigartige Event zusammen mit polnischen und internationalen Partnern koordinierten durften. Der Hackathon ist dazu da, technologische Lösungen im Kampf gegen den Antisemitismus zu finden und die Aufmerksamkeit auf diesen Kampf auf internationaler Ebene zu verstärken. Die Teilnehmer am Hackathon wurden von einem internationalen Team an Mentoren aus Polen, Israel, Deutschland, Frankreich und den USA betreut. Die Botschaft hat dieses Projekt schon seit vielen Monaten vorbereitet, wir sehen hier eine wunderbare Gelegenheit, um eine wichtige Botschaft an die Welt zu senden, nämlich dass wir unsere Kräfte bündeln und zusammen alles tun müssen, um das Phänomen Antisemitismus zu beseitigen.“

Prof. Dov Falkman, Direktor der Arison School of Business am Interdisciplinary Center in Herzliya fügte hinzu: „Wir müssen heute innovativ denken, um alten Herausforderungen zu begegnen, wie das des Antisemitismus, der einfach nicht sterben will. Dieses Projekt ist sehr wichtig. Wir erwarten, dass wir zusammen mit Partnern aus der ganzen Welt Lösungen entwickeln können, die die Basis für eine Veränderung schaffen.“

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