Guten Morgen Israel – Gehorsame Kinder

von Michael Selutin

Gott und Eltern freuen sich über Kinder, die tun, was man ihnen sagt.

Givat Shmuel Spielplatz Foto: Yossi Aloni/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Michael und Kinder

Die Thora-Abschnitte über den Exodus aus Ägypten sind voller welthistorischer Momente und in unserem Abschnitt Mischpatim ist es nicht anders. Das Volk Israel hat sich vor den Augen Gottes hervorgetan, als es am Berg Sinai Seine Thora akzeptierte. Eine jüdische Tradition besagt, dass Gott (im übertragenen Sinne) zuerst zu anderen Völkern gegangen sein soll und ihnen die Thora angeboten habe. Die anderen Völker fragten, was darin steht, und nachdem sie in der Bibel Gesetze gefunden hatten, die ihnen nicht gefielen, lehnten sie die Thora ab. Als Er jedoch zum Volk Israel kam, antworteten diese, „Alles, was der Herr gesagt hat, das wollen wir tun und hören!“ (2. Mose, 24, 7)

Die Israeliten erwähnen zuerst das Wort „tun“ und dann das Wort „hören“, sie nahmen die Gesetze Gottes nicht nur an, sie taten es auch, bevor sie wussten, was sie erwarten würde. Dieses Vertrauen in Gott wird ihnen hoch angerechnet. Der Satz auf Hebräisch „Naase we nischma“wir werden tun und wir werden hören, ist zu einem Grundpfeiler des jüdischen Glaubens geworden. Die weisen Rabbis des Talmud erklären, dass hier unser absolutes Vertrauen in Gott deutlich wird, denn wer unterschreibt schon einen Vertrag, bevor er seinen Inhalt kennt? Heute unterschreiben wir allerdings dauernd Verträge, ohne ihren Inhalt zu kennen, weil wir bei allen möglichen Apps auf „akzeptieren“ klicken, wenn uns die AGBs vorgehalten werden. Dies unterstreicht jedoch die Aussage der Rabbis, denn wir akzeptieren die AGBs nur ungelesen, weil wir darauf vertrauen, dass Apple & Co dort keine ungewollten Dinge hineinschreiben.

Nicht alle verstehen, warum wir eine Maske tragen müssen.

Nischma kann jedoch nicht nur hören, sondern auch verstehen bedeuten. Das jüdische Volk sagte damit am Berg Sinai also gleichzeitig wir werden tun und wir werden verstehen, wir werden also tun, bevor wir verstehen. Dies spiegelt sich ebenfalls im Judentum stark wider, denn die Gründe für viele biblische Gesetze kennen wir überhaupt nicht. Was ist das Problem daran, Schweinefleisch zu essen? Warum darf ich Leinen und Wolle in meiner Kleidung nicht vermischen? Wir verstehen es nicht, aber wir tun es trotzdem.

Wer Kinder hat, weiß genau, wie wichtig diese Einstellung ist. Kinder sollen gehorchen, man kann ihnen nicht dauernd die Gründe für bestimmte Gebote erklären. Je älter sie werden, desto mehr kann man es tun, aber meiner dreijährigen Tochter in der israelischen Hochsommerhitze zu erklären, warum sie ihre Gummistiefel nicht anziehen soll, würde mir nur graue Haare machen, wenn ich noch welche hätte. Noch deutlicher wird es, wenn Kinder, aber auch Erwachsene, eine Spritze bekommen. Wir wissen nicht genau wie die Medizin funktioniert, aber wir vertrauen dem Arzt, dass sie gut für uns ist. Naase we nischma – wir tun und wenn wir uns die Mühe machen, werden wir verstehen, was sich genau in der Spritze befindet.

Netanjahu lässt sich die erste Spritze geben

Apropos Spritze, der Grund, warum noch viele Menschen in Israel bei der Pfizer Spritze zögern, ist das mangelnde Vertrauen in die Regierung und die Pharmaunternehmen. Netanjahu hat sich zwar als erster Israeli öffentlich die Spritze geben lassen, aber wir vertrauen ihm nicht, vielleicht war ja Whiskey drin. Pfizer sagt, dass sein Impfstoff sicher ist und schützt, aber warum sollten wir einem Pharmaunternehmen vertrauen, das Milliarden an dieser Spritze verdient? Vertrauen in Eltern und den Gott Israels ist jedoch anders, aus Erfahrung wissen wir, dass wir ihnen vertrauen können und deswegen gehorchen wir auch ohne zu verstehen. Und jetzt das Wetter.

 

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt bis heiter. Im Landesinneren und in den Bergen etwas kühler. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 17 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad, am Toten Meer 23 Grad, Beersheva 18 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei – 209,58  m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen nur noch 78  Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen ein wunderbares Wochenende und einen gesegneten Schabbat. Machen Sie es gut.

 

Schabbat Schalom aus Bet Schemesch!

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