Guatemala will Botschaft nach Jerusalem verlegen

Als zweites Land nach den Vereinigten Staaten plant nun auch Guatemala, seine Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Der guatemalische Präsident Jimmy Morales hat dies am heutigen Montag bekanntgegeben.

Als zweites Land nach den Vereinigten Staaten plant nun auch Guatemala, seine Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Der guatemalische Präsident Jimmy Morales hat dies am heutigen Montag bekanntgegeben. Guatemala ist eines der Länder, die bei der Abstimmung der Vereinten Nationen über die Resolution gegen die amerikanische Anerkennung Jerusalems als die Hauptstadt Israels mit Nein gestimmt hatten.

Morales hatte die geplante Verlegung der Botschaft auf seiner Facebookseite veröffentlicht. Zuvor hatte er sich am Telefon mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu unterhalten.

„Mein geliebtes Volk von Guatemala, ich habe heute mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu gesprochen. Wir sprachen über die ausgezeichneten Beziehungen, die zwischen unseren Nationen bestehen, seit Guatemala die Schaffung des Staates Israel unterstützt hat. Eines der Hauptthemen war die Rückkehr der Botschaft von Guatemala nach Jerusalem. Ich teile ihnen mit, dass ich die Kanzlerin angewiesen habe, die entsprechenden Koordinierung dazu einzuleiten. Gott sei mit Ihnen.“

Die Vereinigten Staaten haben das mittelamerikanische Land in den vergangenen Jahren erheblich finanziell unterstützt, so dass die Drohung Trumps, Hilfsgelder zu streichen, die Entscheidung Guatemalas erleichtert haben möge.

Präsident Morales, ein ehemaliger Komiker, ist evangelikaler Christ. Er gewann die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2015, die er als Außenseiter angetreten hatte. Er ist seit Januar 2016 im Amt. In diesem Jahr musste er sich bereits mit den Vereinten Nationen auseinandersetzen, nachdem eine ihrer Organisationen ihn der Korruption beschuldigt hatte und seinen Rücktritt verlangte. Ihm gelang es wohl, auf seinem Stuhl sitzen zu bleiben, doch als Reaktion auf seinen Versuch, für die Entlassung des Vorsitzenden der Organisation, die ihn beschuldigt hatte, zu sorgen, erntete er scharfe Kritik seitens der Vereinten Nationen, der Vereinigten Staaten und Europa.< p>

Bild: Jimmy Morales, Präsident Guatemalas (Foto: Israel Sellem/POOL)