Gesetzesvorschlag: Moscheen ohne Lautsprecher

Am kommenden Sonntag wird das Israelische Parlament, die Knesset, über einen Gesetzesvorschlag des Abgeordneten Moti Yogev (Jüdisches Haus) beraten, wonach es verboten werden soll, die Rufe des Muezzins mithilfe von Lautsprechern zu verstärken.

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Am kommenden Sonntag wird das Israelische Parlament, die Knesset, über einen Gesetzesvorschlag des Abgeordneten Moti Yogev (Jüdisches Haus) beraten, wonach es verboten werden soll, die Rufe des Muezzins mithilfe von Lautsprechern zu verstärken.

Israel ist ein Land vieler Religionen und es gewährleistet allen Bürgern die freie Religionsausübung. In den Moscheen werden die Gläubigen mehrmals am Tag durch den Muezzin zum Gebet aufgerufen. Um besser gehört zu werden, werden Verstärkeranlagen benutzt, so dass man ihren Ruf auch weit entfernt noch gut hören kann.

Doch nicht nur Muslime hören den Aufruf zum Gebet. „Hunderttausende Bürger Israels, in Galiläa, in Jerusalem und Tel Aviv und auch weiteren Orten im Zentrum des Landes, werden täglich von den lauten Rufen der Muezzins aus des Lautsprechern gestört, besonders in den frühen Morgenstunden und in der Nacht,“ erklärt der Knesset-Abgeordnete Moti Yogev. Die freie Religionsausübung dürfe nicht die Lebensqualität anderer stören. Das vorgeschlagene Gesetzt sieht vor, die Benutzung von Verstärkern und Lautsprechern für die Rufe der Muezzin zu verbieten.

Aufruf zum Gebet in Jerusalem

Das Gesetz wurde bereits im März dieses Jahres im Ministerausschuss zur Gesetzgebung beraten. Die Beratung wurde jedoch wegen Differenzen zwischen den Teilnehmern verschoben. Nun wird über den Gesetzesvorschlag am Sonntag in der Knesset abgestimmt und es wird angenommen, dass ihm zugestimmt werden wird.

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