Eine Nation unter Gott – eine Meditation zu Schawuot

Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit, etwa vor 2000 Jahren, Schawuot – oder Pfingsten – die festliche Jahreszeit, in welcher das Volk Israel zusammenkam.

Eine Nation unter Gott – eine Meditation zu Schawuot
Dudu Greenspan/Flash90

Zu großen Scharen machten sie sich auf den Weg nach Jerusalem, vollgepackt mit Körben auf den Schultern. Schon an den Stadttoren warteten die Bewohner Jerusalems mit offenen Armen, Tamburinen und Tanz. Für die Besucher wurden Betten und Frühstück mit Köstlichkeiten in Hülle und Fülle bereitgestellt, sodass sich die familiäre Atmosphäre über die frische Luft der Berge hinaus verbreitete.

Die gegenseitige Fürsorge war so groß, dass niemand an seine eigenen Sorgen und Probleme dachte. Jeder konnte sich voll und ganz auf das fokussieren, was das Beste für mitgereiste Familien und Freunde ist. Das herzliche Miteinander schuf einen „spirituellen Tempel“, eine Wohnung für die Gegenwart Gottes.

Aber wann wurde diese traumhafte Realität zu einer Tradition, an welchem wir zu diesem zentralen Fest im jüdischen Kalender Erdbeer-Käsekuchen essen? Wie konnte das wundervolle Festessen von Schawuot zu einer Kommerzialisierung der Käsetheken in israelischen Supermärkten werden? Was ist passiert, dass die Zeit der Freude über die Erteilung von Gottes Wort am Berg Sinai und das Ausgießen Seines Geistes in Jerusalem nur eine weitere Möglichkeit für Kinder darstellt, sich in weißen Hemden vor Heuhaufen auf dem Feld für ein Selfie zu positionieren? Haben wir etwas vergessen?

Die Antwort verbirgt sich irgendwo inmitten süßer Kuchen, weißer Hemden und der mysteriösen Geschichte von Am Jisrael, dem Volk Israel und Gottes lebendigem Wort – dem Messias.

Durch Jesus Christus, der gekommen ist, um uns eins zu machen – aus verschiedenen Regionen und Stämmen, Nichtjuden und Juden -, kann der Geist Gottes in uns wohnen, genauso wie es vorzeiten war. Damit werden wir zu einem Tempel, einem Wohnort von Seiner Liebe.

Vielleicht ist dies heute relevanter als je zuvor. Wenn wir uns dazu entschließen, das Licht Seiner Gegenwart für uns leuchten zu lassen, sind wir miteinander verbunden und gekleidet mit dem weißen Festgewand der Liebe, das eine Vielzahl an Sünden bedeckt.

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