Der Tod ist besiegt

Wahre Jünger sind aufgerufen, den Weg des Kreuzes zu gehen

Der Tod ist besiegt
Adam Raynolds/Flash90

Während Christen auf der ganzen Welt letzte Woche des Lebens Jesu auf Erden feierten, das in seinem Tod am Kreuz gipfelte, müssen sich viele von uns angesichts der Coronavirus-Pandemie wie nie zuvor mit einer Sterblichkeit auseinandersetzen.

Jesu Worten zufolge muss sich jeder wahre Jünger der Aussicht auf das Märtyrertum stellen: „Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“ (Mk. 8,34). Tatsächlich wurden die meisten der ursprünglichen Zwölf entweder selbst gekreuzigt oder durchlitten aufgrund ihres Glaubens an Jesus ein ähnlich qualvolles Ende. Die Nachfolge Jesu ist nichts für schwache Nerven.

Ihr Mut und ihr Engagement basierte zum Teil auf der Tatsache, dass sie von der Furcht vor dem Tod befreit worden waren, und zwar durch die Gewissheit der Auferstehung nach der Bezeugung des auferstandenen Christus, der Erstlingsfrucht aller verstorbenen gläubigen Menschen. (1.Kor 15,20)

Der Verfasser des Hebräerbriefes formulierte es so: Jesus hat die Macht des Todes zerbrochen, er hat „alle diejenigen befreit, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden“ (Hebr. 2,14). Als er dem Tode ins Auge blickte, konnte der Apostel Paulus folgendes sagen: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“ (2.Tim 4,7)

Als ich neulich hörte, dass ein ehemaliger Arbeitskollege an Krebs gestorben ist, war ich so froh, dass ich ihn vor vielen Jahren während eines Gesprächs zu Christus führen konnte. Die gegenwärtige Krise bietet uns sicherlich eine ideale Gelegenheit, die Liebe Jesu zu teilen, wie es die Christen während der dramatischen Ereignisse vergangener Tage taten, wie beispielsweise während der beiden Plagen, die im 2. und 3. Jahrhundert über Rom hereinbrachen. Anstatt aus ihren Städten zu fliehen, waren die Christen motiviert, einander und ihren Nachbarn zu dienen.

Sie alle waren sehr mutig, einige starben sogar. Die Plagen dauerten jeweils 15 Jahre. Als sie vorüber waren, war Rom christlich geworden. Die Hoffnung und das liebevolle Durchhaltevermögen der Christen veränderten die Herzen und Gedanken einer ganzen Kultur über Jesus und seinen Vater.

Ein Freund, der unter Gläubigen in Israel arbeitet, ist vor kurzem Zeuge der Auferstehung auf den Straßen von Tel Aviv geworden, wo er sich an einem Projekt zur Speisung der Hungrigen beteiligt hat. Folgendes hat er mir berichtet:

„Eine der Straßen heißt die Todesstraße, weil die Menschen dorthin gehen, um die billigsten und schlimmsten Drogen zu nehmen, und viele sterben dort. Am Ende der Straße saß ein junger Mann namens Eli im Dunkeln auf einem zerschlissenen Sofa. Er stand unter Drogen, nahm aber Essen, Trinken und Gebete an. Dann übergab er sein Leben dem Herrn, woraufhin ihm ein Platz in einem messianischen Reha-Zentrum angeboten wurde. Wir sind auch in Haifa gewesen, wo wir Männer und Frauen trafen, die vor weniger als zwei Jahren auf der Straße waren und jetzt eine Gemeinde von Gläubigen leiten.“

Wirklich eine Auferstehung von den Toten!

Man erwartet, dass die COVID-19-Krise viele dazu veranlassen wird, Gott um Hilfe anzurufen. Von dieser Annahme ging schon der verstorbene David Wilkerson aus, der in den 1960er Jahren berühmte New Yorker Gangster zu Christus führte.

Der bekannte messianische Jude Mike Evans war mit Wilkerson gut bekannt und stieß kürzlich auf eine handschriftliche Notiz des Evangelisten aus dem Jahr 1986, auf der dieser den Sturz eines bekannten Fernsehpredigers innerhalb von zwölf Monaten voraussagte. Der Jim Bakker-Skandal brach genau ein Jahr später aus. Evans hatte die Notiz nach einem persönlichen Treffen in Texas aufbewahrt, bei dem Wilkerson auch Folgendes teilte:

„Ich sehe eine Seuche über die Welt kommen, und die Bars und Kirchen und die Regierung werden schließen. Die Seuche wird New York City heimsuchen und erschüttern, wie es noch nie zuvor erschüttert wurde. Sie wird die Gläubigen, die das Gebet vernachlässigt haben, dazu bringen, radikal ins Gebet zu gehen und die Bibel zu lesen. Buße wird der Schrei der Männer Gottes von den Kanzeln sein. Und daraus wird ein drittes großes Erwachen hervorgehen, das Amerika und die Welt erfassen wird.“

Man muss an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Wilkerson nicht darauf aus war, Erweckung zu prophezeien. In einer Botschaft, die 2012 aufgezeichnet wurde, sagte er: „Ich bin es leid, von Erweckung zu hören. Ich höre diese Rhetorik seit 50 Jahren. Ich sehe, dass die Welt auf die Kirche mehr Einfluss hat, als die Kirche auf die Welt.“

Amerika sei reif für das Gericht, verkündete er. „Sagen Sie mir nicht, dass Ihnen etwas an Evangelisation liegt, wenn Sie stundenlang vor dem Fernseher sitzen.“

Die prophezeite Plage ist da. Aber wird sie die Menschen massenweise dazu veranlassen, den Herrn anzurufen? Sicherlich sprach der Prophet Joel von einer Zeit in den letzten Tagen, in der große Umwälzungen von einer Ausgießung des Geistes begleitet sein würden (was ursprünglich an Pfingsten beobachtet werden konnte), in der „jeder, der den Namen des Herrn anruft, gerettet werden wird“. (Joel 2,32)

Noch relevanter für unsere Gedanken in dieser Woche ist die Auferstehung, die dem Tod Christi folgte, und die Millionen von Menschen ein neues Leben bietet. Jenen, die seither dem Ruf des Evangeliums folgen und dadurch Hoffnung und Frieden haben.