MitgliederDer Rabbi und der Sünder

Den Nächsten richten, ist oft recht leicht: Darf dieser oder jener Sünder beten? Oder aus der Thora vorlesen? Aber vergessen wir nicht: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“

von Aviel Schneider |
Foto: Rabbiner Avi Zarki

Der bekannte Tel Aviver Rabbiner Avi Zarki erzählt auf seiner Facebook-Seite von einem Vorfall in einer Synagoge in Tel Aviv. Zarki hatte an einem Schabbatnachmittag eine Synagoge in seiner Nachbarschaft aufgesucht, um das Mincha zu beten.

Da trat ein junger Mann herein. Er äußerte den Wunsch, zum Gedenken der Seele seines Vaters die Alija laThora gestattet zu bekommen. Er wollte den Segen vor der Lesung aus der Thora sprechen. Ein anderer Beter erkannte den Mann und rief: „Hau ab, du Homo! Du bist unwürdig, den Thoraabschnitt zu segnen.“ Dem schloss sich der Rabbiner der Synagoge ohne Zögern an. Im Gotteshaus brach ein Tohuwabohu aus.

„Ich war schockiert“, bekannte Rabbi Zarki. „Ich habe mit der Faust auf die Lehne der Bank geschlagen. Ich sah demjenigen ins Auge, der das Spektakel entfacht hatte. Ich sagte zu ihm, Der Rabbi und der Sünder Den Nächsten richten, ist oft recht leicht: Darf dieser oder jener Sünder beten? Oder aus der Thora vorlesen? Aber vergessen wir nicht: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ dass dies ein...

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