Der Mossad als Einkäufer

Israel setzt alles dafür ein, um das Coronavirus zu besiegen.

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Der israelische Geheimdienst hat derzeit auch die Aufgabe, medizinische Ausrüstung zu beschaffen.

Der berühmt-berüchtigte Auslandsgeheimdient Mossad widmet sich in Zeiten der Corona-Krise einer neuen Aufgabenstellung, nämlich der Beschaffung von Medizinartikeln. Im Interview mit dem Fernsehkanal 12 erklärte der Chef des Technologiebereichs des Mossad, dass Länder weltweit um medizinisches Gerät ringen, das bei der Behandlung von Coronainfizierten eingesetzt wird. Der Geheimdienst soll nun die begehrte Ausrüstung nach Israel zu bringen. Bis Anfang April gelang es dem Mossad, 25.000 N95-Atemmasken, 20.000 Testkits, 10 Millionen Operationsmasken und 700 Overalls zu beschaffen.

„Ich habe schon viele Missionen geleitet, aber eine so komplexe Mission habe ich noch nie erlebt“, sagte der Offizier. „Beatmungsgeräte werden weltweit nur noch unter der Hand verkauft. Wir nutzen unsere Verbindungen und versuchen, Geräte zu ergattern, die irgendjemand bestellt hat. So operieren alle Länder zur Zeit. Einmal fuhren wir mit LKW bei einem europäischen Hersteller vor, aber ein anderes europäisches Land kam uns zuvor und wir gingen leer aus. Ein weiteres Mal hatten wir bereits ein Flugzeug beladen, aber es durfte nicht starten.“ Er zeigte sich aber optimistisch, dass man 7000 dringend benötigte Beatmungsgeräte rechtzeitig beschaffen werde.

Die Produktion von Beatmungseräten in Israel hat bereits begonnen. Dazu hatte der Mossad technische Informationen beschaffen müssen. Anfang April verfügte Israel über etwa 2000 Beatmungsgeräte bei etwas mehr als 5000 Infizierten.

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