Dies wird besonders im Nachhinein immer deutlicher. Die Republikaner hatten zu diesem Zweck während des Wahlkampfes eine Zentrale in Israel eröffnet, nicht, um die amerikanischen Israelis und Wähler zu überzeugen, sondern um damit eine klare Botschaft nach Amerika zu senden.
Das kann als raffinierter Schachzug bezeichnet werden, denn was amerikanische Christen und besonders die Evangelikalen bewegt, ist nun einmal Israel. „Trumps Wahlkampagne in Israel war gezielt auf die christlichen Wähler in den USA zugeschnitten“, erklärte der israelische Journalist Udi Segal im 2. Fernsehkanal. „Trumps Berater haben verstanden, dass Israelis und Juden auf Donald Trumps Seite auch amerikanische Evangelikale dazu ermutigen würde, Trump zu wählen.“
Die amerikanischen Christen stimmen gewöhnlich für den republikanischen Kandidaten, aber mit Trump hatten sie ein Problem. Er war mit seinen Äußerungen und seinem Benehmen kein christliches Vorbild. Durch die Verlagerung des Fokus auf Israel konnte dieser Umstand in den Schatten gedrängt werden. Trumps für die Evangelikalen zuständige Beraterin wurde nach Israel geschickt, um von hier aus die Christen für Trump zu begeistern.
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