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Das Rätsel hinter dem Attentat von Duma

Israelische Sicherheitskräfte wissen, wer hinter dem Attentat auf das Haus der palästinensischen Familie Dawabsche in Duma steht, hüten sich aber, die Attentäter vor Gericht zu stellen. Als offizielle Begründung gab Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon (im Bild) in einem geschlossenen Kreis vor Mitgliedern seiner Likudpartei zu verstehen, dass Israel sonst eine wichtige Informationsquelle vor Gericht enttarnen müsse, was unbedingt zu vermeiden sei.

Israelische Sicherheitskräfte wissen, wer hinter dem Attentat auf das Haus der palästinensischen Familie Dawabsche in Duma steht, hüten sich aber, die Attentäter vor Gericht zu stellen. Als offizielle Begründung gab Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon (im Bild) in einem geschlossenen Kreis vor Mitgliedern seiner Likudpartei zu verstehen, dass Israel sonst eine wichtige Informationsquelle vor Gericht enttarnen müsse, was unbedingt zu vermeiden sei. Über das Treffen der 20 jungen Likudmitglieder mit Jaalon berichtete die israelische Tageszeitung Haaretz. Mehr wurde darüber nicht gesagt.

In der Nacht vom 31. Juli war das Haus von Familie Dawabsche in Duma bei Nablus in Brand gesetzt worden. Dabei starb der 18-Monate alte Ali in den Flammen, sein Vater Saad (31) und seine Mutter Reham (27) erlagen später ihren Brandwunden. Nur Ahmed (5) überlebte schwer verletzt.

Bislang hat die israelische Polizei und der Sicherheitsdienst keine weiteren Angaben über die Fahndung der für den Brandanschlag in Duma Verantwortlichen freigegeben. Verdächtigt werden Extremisten aus radikalen Siedlerkreisen, die in der Zwischenzeit von der israelischen Presse als Terroristen bezeichnet werden.

Es gibt aber auch Stimmen, die in den Medien zu Wort kommen, dass es sich um einen internen Streit zwischen zwei palästinensischen Hamulot (Familien) handelt, wobei ein abgekarteter Brandanschlag die Schuld auf jüdische Siedler schieben sollte. So werden unter anderem die seltsamen Graffitis in hebräischer Sprache auf den verbrannten Hauswänden erklärt. Jemand hatte „Lang lebe der Messias, der König“ und „Rache“ sowie einen Davidsstern an die Wand des Brandhauses gesprüht.

Man nimmt an, dass Israel in den nächsten Wochen mit neuen Fahndungsergebnissen an die Öffentlichkeit gehen wird.

In der aktuell erscheinenden Israel Heute Zeitschrift wird ein ausführliches Interview mit dem Familiengroßvater Hussein Dawabsche am Krankenbett seines schwerverletzten Enkel Ahmed (5) im israelischen Krankenhaus Tel Haschomer veröffentlicht. Sie werden überrascht sein, was er zu sagen hat!

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Patrick Callahan

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