UPDATE – „Beispielloser“ Preis für in Syrien festgehaltene Israelin

Israel finanziert Millionen Dosen des russischen Sputnik Impfstoffes für Syrien

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Update: Gestern wurde bekannt gegeben, dass das Zugeständnis, das Russland von Israel verlangte, um die in Syrien festgehaltene Israelin zurück nach Israel zu bringen, darin bestand, dass der jüdische Staat Millionen von in Russland hergestellten COVID-Impfdosen für Syrien finanziert. Angenommen. Das war der Punkt der Abmachung, den Russland verlangte, zunächst geheim zu halten.

Israelische Medien spekulierten zunächst, dass die israelische Öffentlichkeit über dieses Detail in Aufruhr geraten würde, womit sie vielleicht gar nicht so falsch liegen. Israel hat keinen Haushaltsüberschuss, also muss das Geld von irgendwoher kommen – entweder aus dem Budget eines unserer eh schon finanziell überlasteten Ministerien, oder in Form einer Steuererhöhung.

Im Moment leugnen die syrischen Medien, dass Israel die COVID-Impfaktion des Landes finanzieren wird. Es wird interessant sein (wiederum, wenn der arabische Medienbericht korrekt ist), zu sehen, ob die Syrer letztendlich von den Israelis bereitgestellte Impfstoffe akzeptieren.


Eine junge israelische Frau, die Anfang des Monats von syrischen Behörden in Gewahrsam genommen wurde, ist nun in den jüdischen Staat zurückgebracht worden. Israelische Medien berichten jetzt, dass Jerusalem einen noch nie dagewesenen Preis für ihre Freilassung gezahlt hat.

Details der von Russland vermittelten Vereinbarung bleiben geheim und unterliegen einer strengen militärischen Nachrichtensperre. Was bekannt ist, ist, dass Israel zwei syrische Hirten, die sich auf israelisches Gebiet verirrt hatten, zurück nach Syrien geschickt hat. Jerusalem hatte auch zugestimmt, zwei arabische Sicherheitsgefangene zu begnadigen, die wegen Unterstützung von Syrien und der Hisbollah verurteilt worden waren. Aber die beiden weigerten sich, nach Syrien abgeschoben zu werden, eine Entwicklung, die beinahe den gesamten Deal zum Scheitern gebracht hätte, gerade als israelische Abgesandte in Moskau eintrafen, um ihren eigenen Bürger abzuholen.

Angesichts des Ausmaßes vergangener Gefangenenaustausche schien das alles verdächtig zu einfach und zu billig. Israel hat schon früher Hunderte von inhaftierten Terroristen im Austausch für einen einzigen gefangenen Israeli oder sogar für die sterblichen Überreste längst verstorbener Israelis freigelassen. Sicherlich wussten Syrien und die Russen, dass sie viel mehr aus dem Deal herausholen konnten als zwei abtrünnige Hirten.

Was die geheimen Elemente des Deals betrifft, so beschrieb Israels Channel 12 News sie als „beispiellos“. Man sei sich sicher, dass sie eine weit verbreitete Kontroverse auslösen würden, wenn die Details öffentlich gemacht würden. Es besteht die Sorge, dass, was auch immer Israel gegeben oder aufgegeben hat, den Russen in Zukunft zu viel Druckmittel gegen Jerusalem in die Hand geben wird.

Gegen die betreffende junge Jüdin wird nun wegen ihrer Handlungen ermittelt. Es stellt sich heraus, dass sie in der Vergangenheit versucht hat, in den Gazastreifen, nach Jericho und Jordanien zu gelangen. Viele Israelis würden es inakzeptabel finden, im Gegenzug für jemanden, der sich so rücksichtslos verhält, auch nur einen einzigen inhaftierten Terroristen freizulassen. Aber in einem Interview mit Radio 103FM am Freitag sagte Verteidigungsminister Benny Gantz, dass „unser jüdisch-israelischer Charakter es uns verbietet, jemanden zurückzulassen. Selbst wenn es unbequem oder frustrierend ist, [sie zurückzuholen].“

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox