Aus dem Iran und Jemen direkt in die israelische Schule

Mehr als 2000 Schulkinder sind in diesem Sommer aus 37 Ländern nach Israel eingewandert und haben gestern ihren ersten Schultag gehabt.

Unter den Schülern befanden sich auch 31 Kinder, die heimlich aus feindlichen Ländern und Ländern, die mit Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, nach Israel gekommen sind. Diese Kinder stammen unter anderem aus dem Iran, Jemen, Tunesien und Venezuela. Die größte Zahl der Kinder stammt aus Russland (880), gefolgt von den USA (ca. 400 Kinder), Frankreich (ca. 270) und der Ukraine, von wo aus ca. 150 Kinder nach Israel eingewandert sind.

Vor dem Beginn des neuen Schuljahres traf sich der Vorsitzende der Jewish Agency, Itzhak Herzog, in seinem Büro in Jerusalem mit einigen der Kinder und ihren Familien. Die Jewish Agency half den Familien bei ihrer heimlichen Einwanderung aus den feindlichen Ländern.

Bei dem Treffen sagte Herzog: „Ihr alle seid aus sehr besonderen und komplizierten Ländern nach Israel eingewandert. Wir freuen uns sehr, dass ihr im Land seid und wünschen Euch ein erfolgreiches Schuljahr. Ihr werdet Euch in Eurem Land sicher fühlen, im Heiligen Land, im Staat Israel. Ihr setzt das Erbe der Generationen fort und wir sind sehr stolz auf Euch.“

Die 14-jährige N., die vor einem Monat aus Venezuela nach Israel eingewandert ist, einem Land, das im vergangenen Jahr einen politischen Umbruch erlebt hat, der die jüdische Gemeinde im Land gefährdet, sagte über ihre Ankunft in Israel: „Es ist jetzt nicht gut in Venezuela, aber es ist ein schönes Land. Ich liebe Israel. Es gibt hier alles, was die Menschen brauchen.” N., die ihr erstes Schuljahr in Israel an einer Schule in Aschdod beginnt, sagte vor ihrem Start im israelischen Bildungssystem: „Es ist schwer, aber es fühlt sich gut an. Ich habe viele Freunde im Canada House Aufnahmezentrum. Ich habe Freunde aus Venezuela und Brasilien und anderen Ländern und es geht mir gut hier.”

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