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Ashdod: Streit um Shabbat geht weiter

Nachdem Inspektoren der Stadtverwaltung von Ashdod bis jetzt nur Verwarnungen an die Geschäfte, die am Shabbat geöffnet sind, verteilt hatten, gab es gestern erstmals Strafzettel.

Das Big-Einkaufszentrum in Ashdod besteht seit drei Jahren. Seit dem ersten Tag haben dort viele Geschäfte auch am Shabbat geöffnet.

Anfang Januar, nach Verabschiedung des sogenannten „Supermarkt-Gesetzes“, begann die Stadtverwaltung, Verwarnungen an die Geschäfte zu verteilen. Dafür schickte sie Inspektoren zu den einzelnen Geschäften, die am Shabbat geöffnet waren. Sehr zum Ärger der Bürger der Stadt, die daraufhin begannen, jeden Samstag gegen die religiöse Bevormundung zu demonstrieren. Gestern wurden zum ersten Mal Strafzettel in Höhe von 320 Shekeln (ca. 80 Euro) an die Geschäfte verteilt.

Inspektoren der Stadt Ashdod verteilen Strafzettel an die Geschäfte, die am Shabbat offen waren

Menschen aus allen Teilen des Landes kamen gestern nach Ashdod, um den Kampf für die Beibehaltung des Status Quo und gegen die religiöse Bevormundung zu unterstützen. Der Bürgermeister der Stadt hatte vor einigen Tagen erklärt, eine Lösung zu finden, doch momentan hat sich die Lage nur verschärft.

Der Direktor der Big-Einkaufszentren, Eitan Bar-Zeev, erklärte, man werde die Bezahlung der Strafen der Geschäfte übernehmen, sowie auch die Kosten einer möglichen gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Stadt. Man sei sehr verwirrt über die Aussagen des Bürgermeisters, der etwas verprechen würde und gleich danach diese nicht zu akzeptierende religiöse Bevormundung weiter unterstütze.

Heute früh veröffentlichte der Bürgermeister von Ashdod, Jehiel Lasri, Bilder von zerstörten Scheiben am Rathaus der Stadt. Er sagte, das die Verteilung der Strafzettel an die Geschäfte Grund für diesen Akt des Vandalismus sei. Die Polizei erklärte allerdings, dass es keine Beweise dafür gebe, dass der Vorfall etwas mit dem Streit um den Shabbat zu tun hätte.

Die Organisatoren der Demonstrationen erklärten, dass sie jede Form von Gewalt ablehnten und nichts mit den zerbrochenen Fenstern zu tun hätten. „Die Bürger von Ashdod haben genug von leeren Parolen, sie erwarten Taten“, sagte einer der Anführer der Proteste.

Bild: Demonstration der Bürger Ashdods am vorigen Wochenende (Foto: Flash90)

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Patrick Callahan

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