Die Obama-Administration stand etwas verlassen da, nachdem fast alle Staatschefs der Golfstaaten seine Einladung zu einer Diskussion über den Iran-Deal im Camp David ablehnten.
Washington hatte gehofft das Treffen zu nutzen, um arabische Bedenken über den Deal zu beschwichtigen. Diese haben das Gefühl, dass der Iran bei den Verhandlungen genau das bekommen hatte, was er wollte, während keine Vorkehrungen getroffen wurden, welche den Bau einer Atombombe verhindern.
Eine Einladung nach Camp David ist mit einigem Prestige verbunden und die Antwort der Golfstaaten wird als subtile, aber spöttische Abfuhr gesehen. Nur die Emire von Kuwait und Katar werden anreisen, während die anderen Staaten, allen voran Saudi Arabien, Abgesandte schicken werden, um den amerikanischen Präsidenten zu treffen.
Die Aussage der Golfstaaten ist klar: Sie trauen den Amerikanern nicht, die Stabilität im Nahen Osten zu garantieren, die durch den Iran gefährdet ist.
Die arabische Welt scheint so desillusioniert von den leeren Versprechungen der Obama-Administration, dass die Stimmen, die für eine Zusammenarbeit mit dem Erzfeind Israel sprechen, zunehmen.




