Umfrage: Araber wollen bei den dritten Wahlen anders wählen

Wegen Trumps Jahrhundertdeal scheinen sich viele Araber davor zu scheuen, für die „Gemeinsame Arabische Liste“ zu stimmen

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Foto: Illustration - Miriam Alster/Flash90

Die Gemeinsame Arabische Liste könnte in Schwierigkeiten geraten, wenn Israel in weniger als drei Wochen erneut gewählt wird.

Die Veröffentlichung des Plans „Vom Frieden zum Wohlstand“ von US-Präsident Donald Trump hat viele israelische Araber beunruhigt.

Der sogenannte „Deal des Jahrhunderts“ sieht vor, einige arabische Städte in Israel gegen große jüdische Siedlungsblöcke in Judäa und Samaria auszutauschen.

Besonders die Bewohner des als „Dreieck“ bekannten Gebiets von Untergaliläa könnten sich plötzlich als „Palästinenser“ wiederfinden (wenn tatsächlich die Möglichkeit bestünde, den Plan umzusetzen).

Eine Umfrage der arabischsprachigen Website PANET ergab, dass 82 Prozent der in dieser Region lebenden Araber es vorziehen, israelisch zu bleiben.

Aber damit nicht genug. Die gleiche Umfrage ergab, dass 58,8 Prozent der arabischen Wähler bei den bevorstehenden Wahlen eine andere Partei wählen könnten, weil sie besorgt sind, „Palästinenser“ zu werden.

Bereits seit Jahren ist eine wachsende Zahl arabischer Wähler frustriert darüber, dass sich die Gemeinsame Arabische Liste zu sehr auf die Palästinenserfrage konzentriert und nicht genug dafür tut, ihre Gemeinschaften wirklich zu vertreten.

In Anbetracht der Befürchtung, dass die israelische Staatsbürgerschaft verloren gehen könnte, könnten sich laut Umfrage viele arabische Wähler für eine von Israels Mitte-Links-Parteien entscheiden, die die in Trumps Plan vorgestellten Landtauschverträge ablehnen.

Viele könnten sich auch davor hüten, sich weiter mit der palästinensischen Sache zu identifizieren, indem sie für die Gemeinsame Arabische Liste stimmen, die sich offen mit der palästinensischen Sache identifiziert. Schließlich kann man sich nicht länger als „Palästinenser“ bezeichnen und dann nicht Bürger eines zukünftigen palästinensischen Staates werden.

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