Israel ist entsetzt über einen der schwersten Verkehrsunfälle in der Geschichte des jüdischen Staates. In der Nähe von Beersheva im Süden Israels sind am Dienstag acht Menschen getötet worden, etwa 25 wurden nach Polizeiangaben verletzt. Die Beduinenfrauen hatten die Al Aksa-Moschee in Jerusalem besucht und waren auf dem Heimweg, als ihr Omnibus auf der Straße 35 mit einem Lastwagen kollidierte, der Traktoren geladen hatte.
Nach Augenzeugenberichten rammte der Lastwagen den Bus auf der linken Seite. Dabei stürzte ein Traktor von der Ladefläche und fiel in den Bus.
Alle Opfer waren Beduinenfrauen. Die meisten stammen aus Hura, einer Beduinenstadt nördlich von Beersheva.
Die Rettungskräfte lösten Großalarm aus. Zahlreiche Rettungswagen, Rettungshubschrauber und Feuerwehreinheiten waren am Unfallort, wo sie von der israelischen Armee unterstützt wurden. Die Helfer am Unfallort arbeiteten fieberhaft, um die Menschenleben zu retten. Doch einige waren in den Trümmern des Busses eingeklemmt und ihre Bergung gestaltete sich sehr schwierig.
Eli Peretz, Sprecher der Feuerwehr aus Beerscheva, erklärte im Fernsehen: „Der Unfall ist sehr tragisch. Alle Personen, die auf der linken Seite des Busses saßen, wurden getötet oder schwer verletzt“.
Der Heimatort der Opfer erklärte den heutigen Mittwoch zum Trauertag. Schulen und Geschäfte bleiben geschlossen. Die Polizei vernimmt derzeit die beiden Unglücksfahrer. Nach ersten Ermittlungen war der Lastwagen falsch und zu breit beladen. Die schmale Straße 35 gilt als Unfallschwerpunkt.




