80 Jahre Philharmonie

Im Oktober hat das Israelische Philharmonische Orchester seine 81. Konzertsaison eröffnet. Das 80-jährige Bestehen des Orchesters wird im Dezember mit neun besonderen Konzerten unter Mitwirkung berühmter Dirigenten und Solisten gefeiert.

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Im Oktober hat das Israelische Philharmonische Orchester seine 81. Konzertsaison eröffnet. Das 80-jährige Bestehen des Orchesters wird im Dezember mit neun besonderen Konzerten unter Mitwirkung berühmter Dirigenten und Solisten gefeiert. Das erste wird am 20. Dezember Ricardo Muti dirigieren. Auf dem Programm stehen dieselben Werke wie zum Eröffnungskonzert am 26. Dezember 1936. Damals, als immer mehr jüdische Orchestermusiker ihre Stellung verloren, bewog der polnische Geiger Bronisław Huberman 75 Musikerkollegen, nach Israel zu kommen. So entstand auf den Dünen Tel Avivs die von ihm so genannte „Verwirklichung der zionistischen Kultur im Land der Väter“. Damals nannte sich das Orchester „Palestine Philharmonic Orchestra“. Das Eröffnungskonzert fand in der Levant Fair Halle in Tel Aviv statt. Huberman gewann dafür den größten Dirigenten seiner Zeit, Arturo Toscanini. Der verzichtete nicht nur auf sein Honorar, sondern ließ obendrein noch sein NBC-Orchester mehrere Wochen allein, so wichtig war es ihm, „väterliche Hilfe“ zu leisten. In den ersten Jahren hörte man nur wenig Hebräisch unter den Musikern, es dominierten Deutsch, Polnisch, Ungarisch und Russisch. Zur Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel am 14. Mai 1948 änderte das Orchester seinen Namen: Als „Israel Philharmonic Orchestra“ spielte es die Hatikva, die israelische Nationalhymne.

Bild: Generalprobe vor dem ersten Konzert im Dezember 1936

In den acht Jahrzehnten seines Bestehens unternahm das Orchester viele Konzerttourneen ins Ausland. Besonders eng sind die Namen berühmter Dirigenten wie Leonard Bernstein und Zubin Mehta mit dem Orchester verbunden. Seit 1947 hatte Bernstein eine sehr enge Beziehung mit dem Orchester gepflegt, 1988 wurde er zum Ehrendirigenten ernannt. Nachdem das Orchester 40 Jahre lang ohne Orchesterleiter ausgekommen war, wurde 1977 der indische Dirigent Zubin Mehta Generalmusikdirektor. 1981 wurde ihm dieser Posten auf Lebenszeit verliehen. Im April dieses Jahres feierte das Orchester den 80. Geburtstag seines Chefdirigenten.

Residenz des Israelischen Philharmonischen Orchesters ist das Charles Bronfman-Auditorium in Tel Aviv. Mehr als 25.000 Konzertabos werden jährlich verkauft. Auch in Jerusalem und Haifa tritt das Orchester regelmäßig auf. Das „Israel Philharmonic Orchestra“ setzt sich heute aus Musikern aus aller Welt zusammen. Es ist der kulturelle Botschafter des Staates Israel und gilt als eines der besten Orchester der Welt.

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