(Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)
Wie von der Hamas geplant und angekündigt, haben sich auch am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Bewohner des Gazastreifens am Grenzzaun zu Israel versammelt. Im Rahmen des wöchentlichen „Marsches der Rückkehr“ haben mehr als 10.000 Araber an den zum Teil gewalttätigen Unruhen am Grenzzaun teilgenommen. Dabei gab es erneut Versuche, den Zaun zu durchbrechen, auch wurden Granaten und andere Sprengkörper auf due israelischen Sicherheitskräfte geworfen.
Durch die Splitter eines der Granaten wurde ein israelischer Soldat leicht verletzt. Als Reaktion auf den Vorfall griff die israelische Luftwaffe mehrere Ziele im nördlichen Gazastreifen an.
This is footage that a Palestinian in Gaza filmed along the Israel-Gaza border. We were there to stop them and prevent attacks on our civilians just minutes away. This is why our soldiers were there today and everyday. pic.twitter.com/mIkazq3pVj
— Israel Defense Forces (@IDFSpokesperson) 21. September 2018
Ein von der israelischen Armee auf ihrer Twitterseite veröffentlichtes Video der Unruhen am Grenzzaun
Aus dem von der Hamas geleiteten Gesundheitsministerium in Gaza wurde berichtet, dass während der Unruhen ein Palästinenser durch Schüsse der israelischen Armee getötet worden sei. Es habe mehr als 100 Verletzte gegeben, erklärte ein Sprecher.
Auch ist es am Wochenende wieder zu einigen Bränden auf der israelischen Seite gekommen. Sie wurden durch die sogenannten Feuerballons ausgelöst. An zwei Ballons wurden sogar Sprengkörper entdeckt, die von den israelischen Sicherheitskräften entschärft wurden. Insgesamt sind am Wochenende acht Feuer wegen der Feuerballons ausgebrochen.
Ein Brand in der Nähe der Stadt Netivot.
Unterdessen warnte ein hochrangiges Mitglied der Terror-Organisation Hamas vor einer weiteren Runde der Gewalt mit Israel. Khali al-Hayya sagte am Samstag in einem Interview für die Zeitung Felesteen, dass die gewaltsamen Unruhen, von der Hamas als „Marsch der Rückkehr“ bezeichnet, fortgeführt würden. Sollten diese Märsche ihr Ziel nicht erreichen, so Hayya, „werden wir alle möglichen Schritte unternehmen, um unser Ziel zu erreichen, das Ende der Besatzung und der Blockade.“
Ein weiteres Hamas-Mitglied und Abgeordneter des Parlaments in Gaza, Yunis al-Astal, der auch ein geistlicher Führer in Gaza ist, warnte, dass die Geduld der Araber der Palästinensischen Autonomiebehörde und des Gazastreifens nicht ewig anhalten würde. Hinter dem „Marsch der Rückkehr“ würden „Kämpfer“ stehen, die Israels Reaktionen beobachten und zu einem „geeigneten Augenblick“ reagieren würden.




