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Syrische Drohne über See Genezareth abgeschossen

Nachdem gestern eine syrische Drohne in den israelischen Luftraum eingedrungen war, reagierte die israelische Armee heute früh mit Angriffen auf syrische Stellungen.

Gestern Nachmittag wurde die Ruhe in den Golanhöhen und am See Genezareth durch Sirenen gestört, die in mehreren Landkreisen ausgelöst worden waren. Grund dafür war eine syrische Drohne, die 10 Kilometer weit ins israelische Staatsgebiet eingedrungen war.

Die Drohne wurde mit einer Patriot-Rakete über dem See Genezareth abgeschossen. Kurz darauf wurden die sich im See befindlichen Urlauber aufgefordert, das Wasser zu verlassen, da man zu der Zeit noch nicht wusste, um was für eine Drohne es sich gehandelt hat. Später stellte sich heraus, dass es eine unbewaffnete syrische Aufklärungsdrohne war, die versehentlich über die Grenze nach Israel geflogen sein soll.

Die israelische Polizei untersucht die Überreste der Drohne

Die Drohne soll bereits vor der Überquerung der Grenze von der israelischen Armee entdeckt worden sein. Nach dem Eindringen der Drohne in israelisches Staatsgebiet wurde sie noch etwas 15 Minuten lang beobachtet, bis man sich schliesslich entschoss, sie mit einer Patriot-Rakete abzuschiessen.

Ein Armeesprecher erklärte, dass Israel keine Verletzung der israelischen Souveränität erlauben werde und gegen jeden Versuch, dem Land und seine Bürger zu schaden, vorgehen werden.

Heute früh reagierte die israelische Armee auf den gestrigen Vorfall und griff drei syrische Armeeposten in den syrischen Golanhöhen an. Diese Angriffe sollen als Warnung an die Syrer gelten, von weiteren Verletzungen der israelischen Souveränität abzusehen. “Die Armee sieht im syrischen Regime den Verantwortlichen für alle Aktionen, die von seinem Gebiet aus unternommen werden”, sagte ein israelischer Armeesprecher.

Israelische Angriffe in Syrien

Syrischen Berichten zufolge haben sich die angegriffenen Ziele in der Nähe des Dorfes Hader in der Quneitra Region befunden. Die Syrische Luftabwehr habe Raketen abgefangen die von den israelischen Kampfflugzeugen abgeschossen wurden.

Netanjahu erwartet russisches Eingreifen

Ministerpräsident Netanjahu beim Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin, gestern (Foto: Kobi Gideon/GPO)

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der sich zur Zeit des Vorfalls in Moskau aufhielt, sagte, dass Israel nicht vorhabe, den syrischen Präsidenten Assad zu stürzen, er erwarte aber von den Russen, dass sie die iranischen Kräfte dazu bringen werden, Syrien zu verlassen.

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Patrick Callahan

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