„Israelische Ärzte sind in Gaza keine Überraschung mehr,“ sagt Mohammed, der im Gazastreifen wohnt. Seinen Namen mussten wir ändern, um ihn nicht in Gefahr zu bringen. Die Hamas duldet nicht, dass jemand mit israelischen Medien in Kontakt tritt. „Die Ärzte kommen alle zwei Monate, bringen Medizin und versuchen zu helfen, aber es reicht hinten und vorne nicht angesichts des großen Bedarfs der Menschen hier.“
(Foto: Salah Haj Yahya – PHR-I Director of Mobile Clinic)
Die Situation in Gaza ist düster. Das Gesundheitsministerium in Gaza warnte vor kurzem vor einer allgemeinen Krankheitswelle aufgrund fehlender Medikamente. Die Situation wurde durch die gewalttätigen Ausschreitungen an der Grenze zu Israel noch verschlimmert, die als „großer Marsch für die Rückkehr“ am 30. März begannen. Bei Versuchen, den Grenzzaun zu durchbrechen, wurden über 100 Einwohner Gazas getötet und viele tausend verletzt. Die wenigen Medikamente und die hohe Zahl an Patienten haben das Gesundheitssystem in Gaza an den Rand des Zusammenbruchs gebracht.
Aber nicht alle haben die Hoffnung verloren. Ran Goldstein ist Vizepräsident der „Ärzte für Menschenrechte“ in Israel (Physicians for Human Rights Israel – PHR-I), eine Organisation, die versucht, in den Gebieten der palästinensischen Autonomiebehörde und im Gazastreifen medizinisch zu helfen. Er und seine Mitarbeiter versuchen, Einwohnern in Gaza die nötigste medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Dazu gehören das Training der örtlichen Mediziner, Seminare, Medizin und auch Operationen…
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