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Israel Heute Morgen

Nun ist er da, der letzte Tag des Jahres 2017. Das bürgerliche Jahr geht zuende, ab morgen beginnt dann alles wieder von Neuem. Auch die Zahlen der Jahresstatistiken werden morgen wieder auf Null zurückgesetzt. Ein letzter Blick auf die Titelseiten der Zeitungen in diesem Jahr und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Nun ist er da, der letzte Tag des Jahres 2017. Das bürgerliche Jahr geht zuende, ab morgen beginnt dann alles wieder von Neuem. Auch die Zahlen der Jahresstatistiken werden morgen wieder auf Null zurückgesetzt. Jetzt können wir es auf ein neues versuchen, zum Beispiel weniger Verkehrsunfälle mit weniger sinnlosen Opfern zu haben, die Zahl der Armen zu verringern, die Wohnungspreise endlich zu senken, uns mehr um die alten Menschen zu kümmern, allen Kindern die gleiche Chance auf eine gute Bildung zu ermöglichen und noch vieles mehr. Werden wir einen Weg finden, dem Frieden in Israel etwas näher zu kommen? Das hoffe ich sehr. Und wann kommt endlich der Regen?

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Ab Mittag Möglichkeit von leichtem Regen im Norden und an der Küste. Gegeb Abend wird der Regen stärker werden und es kann u vereinzelten Gewittern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 19 Grad, am Toten Meer 21 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt nach wie vor bei -214.38 m unter dem Meeresspiegel.

Und wie sehen die Titelseiten der Zeitungen am letzten Tag des Jahres aus? Die Demonstrationen im Iran nehmen dort einen sehr großen Platz ein, nur bei Israel Hayom hat man sich eine anderes Thema für den größten Teil der Seite gewählt.

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

Die Zeitung Maariv widmet fast ihre gesamte Titelseite den Demonstrationen im Iran gegen das Regime. “Die Proteste im Iran weiten sich auf die zentralen Städte und Campusse aus“. In 42 Städten wurde gegen den obersten Führer Rouhani demonstriert und gegen die schlechte wirtschaftliche Lage und gegen die kostenspielige Einmischung des Irans in Syrien, dem Libanon, Jemen und im Gazastreifen. Mehrere Dutzend, die „Tod für Rouhani“ riefen, wurden verhaftet. Wie das wohl weitergehen wird. Und dann noch einige Meldungen aus dem eigenen Land. “Die Knesset bereitet sich auf den nächsten Kampf vor: Hunderte Vorbehalte gegen das Supermarkts-Gesetz“, lautet die Überschrift. Es geht um das Gesetz, wonach die Entscheidung für die Öffnung von Geschäften am Shabbat beim Innenminister liegen soll und nicht bei den Städten. Dies wird keine einfache Sache werden. Auf Tel Aviv wird dieser Gesetzesvorschlag keinen Einfluss haben. Andere Städte und Gemeinden, in denen einige Geschäfte auch am Shabbat geöffnet sind, sagten schon, dass sie auch wenn das Gesetz durchgebracht werden sollte, den Geschäften die Öffnung am Shabbat erlauben werden. Das kann heiter werden. Links dann noch eine kleine Meldung über die Äußerungen des früheren Stabschefs von Ministerpräsident Netanjahu, Natan Eshel. Es soll mehrere SMS gegen den Finanzminister Moshe Kachlon geschickt haben. “Die SMS von Natan Eshel gegen Kachlon: Der Angsthase aus Olga soll in der Lage sein, zu führen?“. Was wohl dahinter steht?

Die Zeitung Jediot Achronot beginnt mit einer erfreulichen Meldung. ”Siegerbild”, lautet die Überschrift zu einem Foto dreier Mütter mit ihren Kindern. Es geht um die Veröffentlichung, welche neuen Medikamente in den sogenannten “Medikamentenkorb” aufgenommen worden sind. Besonders diese Mütter hatten mit Spannung darauf gewartet, denn ihre Kinder leiden an der Muskelschwund-Krankheit SMA und das lebensrettende Medikament wird nun vom Staat finanziert werden, die Kinder bekommen eine Chance, zu leben. Ein halbes Jahr lang haben diese Mütter dafür gekämpft, dass das Medikament aufgenommen werden wird. Jetzt haben sie es geschafft. Den größten Platz auf der Titelseite nimmt die Meldung über die Demonstrationen im Iran ein. “Iran wacht auf“, heißt es hier. Seit Jahren habe man Bilder wie diese nicht gesehen. Interessant, was da im Iran passiert, das Volk wacht auf. Unten links dann noch eine Meldung von der Geburtstagsfeier für den Soldaten Oron Shaul, der im Gazakrieg gefallen war und dessen Leiche noch immer von der Hamas festgehalten wird. In Kfar Aza hatte man seinen Geburtstag gefeiert, die durch den Abschuss von Mörsergranaten aus dem Gazastreifen gestört wurde. “Mörsergranate während der Feier“, lautet die Überschrift. Mitten in der Feier gab es Alarm und die Teilnehmer mussten Schutz suchen, dafür hat man so nah am Gazastreifen nur wenige Sekunden Zeit. Kein angenehmes Bild. Eine letzte Meldung befasst sich ebenfalls mit den Bemerkungen von Natan Eshel über den Finanzminister Kacheln. „Natan Eshel gegen Kachlon: Der Angsthase aus Olga” lautet die Überschrift. Netanjahu selbst soll hinter den Äußerungen Eshels stehen, schreibt die Zeitung.

Kommen wir jetzt zur Zeitung Israel Hayom. Hier befasst man sich auf dem größten Teil der Titelseite den Erwartungen von Sicherheitsexperten für das Jahr 2018 “ Die Abteilung für militärische Aufklärung schätzt für 2018: Die Chance für eine Eskalation steigt“. Auf dem Foto wird die Geburtstagsfeier des Soldaten Oron Shaul gezeigt, die durch den Abschuss einer Mörsergranate gestört wurde. Obwohl eigentlich weder die Hisbollah, die Hamas oder Syrien Interesse an einer Auseinandersetzung mit Israel haben, könnte eine vereinzelte Aktion im nächsten Jahr schneller zu einer Auseinandersetzung führen, warnt man. Daher müsse Israel sich ihre Ziele, gegen die es vorgehen möchte, mit grösserer Vorsicht auswählen. Eine weitere Meldung befasst sich ebenfalls mit den neuen Medikamenten, die ab jetzt vom Staat finanziert werden. “Der kommende Medikamentenkorb: Die Zufriedenen und die Enttäuschten“. Leider werden nicht alle Medikamente genehmigt, die für einige Patienten lebenswichtig sein können, so dass für diese leider weiter viel Geld bezahlt werden muss, anstatt es auf Rezept zu bekommen.“Ohne Angst“, lautet die Überschrift bezüglich der Demonstrationen im Iran. Dafür hat man hier nur wenig Platz gelassen, nationale Themen scheinen der Zeitung wichtiger zu sein, obwohl die Lage im Iran sich auch auf uns hier in Israel auswirken kann.

Das war unser gemeinsamer Blick auf die heutigen Titelseiten, zum letzten mal in diesem Jahr. Ich wünsche ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr, möge es ein glückliches und friedliches Jahr werden, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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