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Israel Heute Morgen

Ein wunderschönes Wochenende liegt hinter uns, jedenfalls, was das Wetter betrifft. Raketen auf die Stadt Sderot, Arabische Israelis werfen Steine auf Busse, Demonstration gegen die Regierung, das sind nur ein Teil der Schlagzeilen der heutigen Zeitungen. Kein einfaches Wochenende. Was das Wetter betrifft, es soll wärmer werden.

Guten Morgen liebe Leser!

Ein wunderschönes Wochenende liegt hinter uns, jedenfalls, was das Wetter betrifft. Ansonsten sieht es so aus, als würde sich die Situation weiter anspannen, das Wochenende war alles andere als ruhig und friedlich mit Unruhen am Damaskustor in Jerusalem und in zahlreichen anderen Städten der Palästinenser. Auch die arabischen Israelis im Norden des Landes, im Wadi Ara, machten fleißig mit und warfen sogar Steine auf vorbeifahrende Busse. Ein Fotograf der Zeitung Jediot Achronot wurde von arabischen Demonstranten angegriffen und sei einem Lynchversuch entkommen, wie er heute in der Zeitung schreibt. In Sderot fiel eine Rakete aus dem Gazastreifen in den Hof eines Kindergartens, zum Glück war es Shabbat. So schön das Wochenende bei uns zuhause war, so war es leider ein Wochenende der Auseinandersetzungen und Gewalt und keiner weiß momentan, wie es sich weiterentwickeln wird. Nur bezüglich des Wetters wissen, wir, was auf uns zukommt, es wird wärmer.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem weiteren Anstieg der Temperaturen. In der Nacht kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 15 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 19 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 23 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Yentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.36 m unter dem Meeresspiegel.

Und jetzt werfen wir wieder einenBlick auf die Titelseiten der Zeitungen:

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

Die Zeitung Maariv konzentriert sich auf ihrer Titelseite auf eine weitere große Demonstration von gestern Abend gegen die Korruption und gegen die Regierung. ”Die zweite Woche in Folge: Viele demonstrierten in Tel Aviv gegen die Regierung” . Auch gestern protestierten auf dem Rothschild-Boulevard in Tel Aviv wieder tausende Menschen mit ihrem sogenannten „Marsch der Schande“ gegen die Regierung und die Korruption. Der Likud reagierte: „ Anstelle Jerusalem vor der ganzen Welt zu unterstützen, beschäftigt sich die Linke mit Parteien“. Danach berichtet die Zeitung dann auch von den Unruhen als Folge der Erklärung von Donald Trump. “Nach der Trump-Erklärung: Tag des Zorns in den Gebieten, in Gaza und im Wadi Ara“.

Die Zeitung Jediot Achronot öffnet ihre Titelseite mit dem Bericht ihres Fotografen, der, wie er schreibt, einem Lynchversuch protestierender israelischen Araber entgangen sei, “Im Herzen des Landes, gegenüber Vermummter, die mich mit Steinen angreifen“. Der Fotograf erzählt wie er vor den israelischen Arabern die Flucht ergriff, um einen Lynchversuch zu entkommen. Sein Motorrad ließ er dort, es wurde von der wütenden Menge kaputt gemacht. Heute früh wurde im Radio berichtet, dass die Polizei auf der Suche nach den Tätern sei. Ein unangenehmes Erlebnis. Daneben eine nicht weniger unangenehme Überschrift: “Rakete im Hof des Kindergartens“. Zum ersten Mal seit anderthalb Jahren waren am Wochenende zwei Raketen in der Stadt Sderot explodiert. Eine dritte konnte abgewehrt werden. Zum Glück hat es keine Verletze gegeben, einige Autos und Fensterscheiben wurden beschädigt. Was wäre gewesen, wenn die Rakete an einem Schultag in den Hof des Kindergartens gefallen wäre? Unten rechts dann noch ein Bild von der Demonstration in Tel Aviv gegen die Regierung. Links daneben eine traurige Geschichte. Es geht um krebskranke Kinder, die ihre letzte Zeit in einem Hospiz verbringen. In dem Artikel berichten drei Mütter über den Abschied von ihren kranken Kindern, Auch das gibt es leider. “In den letzten Tagen war Tamar zuhause, umarmt und umringt“, wird eine Mutter zitiert, Tochter eines sehr bekannten und beliebten israelischen Sängers.

Kommen wir nun zur Zeitung <Israel Hayom. Sie legt den Schwerpunkt auf die Aussage der amerikanischen UN-Botschafterin Nikki Haley. “Haley: Die UNO hat dem Frieden mehr geschadet als gefördert“, lautet die Überschrift. Danach dann die Berichte über die Ausschreitungen im Norden in Wadi Ara und in den sogenannten Gebieten, sowie die Raketen auf Sderot. Unten auf der Seite dann eine kleine Schlagzeile bezüglich der Korruptionsaffäre des Koalitionsvorsitzenden David Bitan, Sie erinnern sich. “Akte Bitan: Bemühungen um einen Kronzeugen“. Dieses Thema wird jetzt etwas in den Hintergrund gerückt durch die angespannte Lage wegen Jerusalem. Darunter noch eine Meldung: “Ausgangssperre in der Koalition; Ministerpräsident: Ich verlange eine Mobilmachung“. Dabei geht es um die bevorstehenden Abstimmung um des sogenannte Empfehlungs-Gesetz und Gesetzen bezüglich des Shabbats. Auch darum muss man sich kümmern. Über die gestrige Demonstration gegen Netanjahu und die Regierung wird hier natürlich kein Wort verloren. Ist ja auch irgendwie klar, die Zeitung gilt als Das Blatt von Netanjahu, da sie von seinem Freund Sheldon Adelson herausgegeben wird.

So, liebe Leser, das war wieder ein Blick auf die heutigen Titelseiten der Tageszeitungen. Eins ist sicher, der heutige Tag wird nicht langweilig werden, leider. Ich hätte viel lieber einen langweiligen Tag, an dem wir uns nur mit dem bevorstehenden Chanukka-Fest beschäftigen würden. Aber wir leben leider in einer anderen Realität. Ich wünsche Ihnen dennoch einen angenehmen zweiten Advent, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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