Israel

Israel

Israel Heute Morgen

Es war schon ziemlich kalt, als ich heute früh in mein Auto stieg. Endlich wissen wir, was unsere Hauptstadt ist. Alle Zeitungen feiern heute die als historisch bezeichnete Rede von US-Präsident Trump, in der er eigentlich nur aussprach, was schon seit Ewigkeiten bekannt ist: Jerusalem ist die Hauptstadt Israels. Der Regen ist vorbei, es bleibt jedoch kühl.

Guten Morgen liebe Leser!

Es war schon ziemlich kalt, als ich heute früh in mein Auto stieg. Sogar bei uns in Modiin waren die Temperaturen in der Nacht auf bis zu 8 Grad gesunken. In Jerusalem war es noch etwas kälter, gerade mal 5 Grad. Der Regen scheint sich jetzt erst einmal wieder verabschiedet zu haben, draußen scheint wieder die Sonne. Auf dem Hermon Berg liegt der erste Schnee des Winters. Am Wochenende soll es recht angenehm werden, wohl noch etwas kühl, aber nur teilweise bewölkt, so dass wir auch die Sonne genießen werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit der Möglichkeit von leichten Regenschauern in den Morgenstunden. Die Temperaturen gehen noch etwas zurück, es ist für die Jahreszeit zu kalt. In der kommenden Nacht kann es zu Frost in den nördlichen Tälern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Haifa 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 18 Grad, am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.355 m unter dem Meeresspiegel.

Auf dem Hermon liegt, wie bereits gesagt, der erste Schnee des Winters. Hoffentlich kommt bald mehr davon.

Auf meinen Weg nach Jerusalem wurde im Radio nur von einem Thema gesprochen: Jerusalem. Heute früh wachten wir in einer ganz anderen Atmosphäre auf, obwohl sich ja eigentlich gar nichts geändert hatte. US-Präsident Trump sagte gestern doch nur das, was eigentlich schon lange bekannt ist. Jerusalem ist die Hauptstadt Israels. Plötzlich steht die Welt Kopf, Frankreich und Deutschland sind empört, wie konnte es Trump nur wagen, die Wahrheit zu sagen. Wurde Kanzlerin Merkel bei ihren Besuchen etwa nicht in Jerusalem empfangen? Hatte sie nicht in der Knesset gesprochen, dem Parlament des Staates Israel, das sich selbstverständlich in seiner Hauptstadt befindet, in Jerusalem? Trump sagte gestern, dass jeder souveräne Staat selber über seine Hauptstadt entscheiden kann. Doch Merkel oder auch der französische Präsident Macron scheinen anderer Meinung zu sein, jedenfalls, wenn es um uns geht. Wir dürfen es nicht, wie können wir es wagen, Jerusalem als unsere Hauptstadt anzusehen? Wie kommen die Deutschen eigentlich auf Berlin als ihre Hauptstadt? Und warum Paris? So, Zynismus Ende. Natürlich ist der Dank an Trump gerechtfertigt, dass er endlich ausspricht, was schon längst hätte gesagt werden sollen. Am Eingang zu Jerusalem ist heute die amerikanische Fahne gehisst worden. Und nun warten wir auf die Reaktionen. Wird es ruhig bleiben?

Die heutigen Zeitungen sehen aus wie eine Festtagsausgabe. Man dankt dem amerikanischen Präsidenten. Sehen Sie selbst:

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

”Trump Deklaration”, lautet die Überschrift von Maariv in Anlehnung an die Balfour Deklaration. Unten auf der Seite Bilder von Juden und Arabern, die sich die Fernsehübertragung der Rede ansehen. Das erinnert ein wenig an das Bild der Bürger Tel Avivs, als sie vor 70 Jahren vor dem Radio sassen und sich die Übertragung der historischen Abstimmung der Vereinten Nationen über die Schaffung eines jüdischen Staates anhörten. Der gestrige Tag soll von Netanjahu als ein “Historischer Tag” bezeichnet worden sein.

Jediot Achronot zeigt auf ihrer Titelseite die amerikanische und israelische Fahne, die gestern Abend auf die Altstadtmauer in Jerusalem projiziert wurde. ”Es ist an der Zeit, es anzuerkennen: Jerusalem ist die Hautstadt Israels”, wird US-Präsident Trump zitiert. Dazu wird in zwei kurzen Sätzen noch gemeldet, dass die Rede in Israel begrüsst wurde und dass die Palästinenser verärgert sind und drohen, die Region brennen zu lassen.

”Thank you, Mr. President! JerUSAlem ist die Hauptstadt Israels”, lautet die Überschrift von Israel Hayom mit einem netten Buchstabenspiel mit den USA innerhalb des Wortes Jerusalem. Darüber wird die Rede von Trump als historisch bezeichnet und die beiden wichtigsten Punkte zitiert: “Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, wir werden uns auf die Verlegung der Botschaft vorbereiten.”

Ich muss zugeben, dass ich doch etwas Festtagsstimmung empfinde. Auch wenn Jerusalem schon immer unsere Hauptstadt gewesen ist, hat die Rede von Trump große Bedeutung. Jetzt bleibt zu hoffen, dass andere Staaten folgen werden, die Tschechische Republik machte den Anfang, als sie erklärte, den Westen Jerusalems als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Das ist wenigstens ein Anfangspunkt. Mal sehen, wie sich die anderen Europäer verhalten werden.

Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und erfüllten Donnerstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem, der ewigen Hauptstadt Israels!

Dov

About the author

Patrick Callahan

This is an example of author bio/description. Beard fashion axe trust fund, post-ironic listicle scenester. Uniquely mesh maintainable users rather than plug-and-play testing procedures.

Mitglieder

Israel Heute Mitgliedschaft


Digital Monatlich Digital Jährlich Print + Digital (Deutschland) Print + Digital (International)
Preis
6.90
/ Monat

(€82,80 Jährlich)
51,00
/ Jahr
63,00
/ Jahr
73,00
/ Jahr
Voller Zugang zu allen Mitglieder-Inhalten
Gedrucktes Magazin (6 Ausgaben pro Jahr)
Magazin als E-Paper
Exklusive Zoom-Veranstaltungen
Werbefreies Lesen
Kostenloser Probemonat
Ersparnis gegenüber dem Monatsabo - 38,41% / €31,80 23,91% / €31,80 11,84% / €31,80
Effektiver Jahrespreis €82,80 €51,00 €63,00 €73,00

Schreibe einen Kommentar

Anmelden