Israel

Israel

Israel Heute Morgen

Heute bin ich wieder „pünktlich“ in Jerusalem angekommen, das heißt so gegen 6:45 Uhr. Kurz nach 7 Uhr war ich dann schon hier in meinem Büro. Ein paar Worte über den neuen Tunnel und enttäuschte Autofahrer, die Rückkehr Amonas in die Schlagzeilen, persönliche Gedanken über die Lage hier bei uns und natürlich das Wetter für heute in Israel, es soll wärmer werden, aber nur für kurze Zeit.

Guten Morgen liebe Leser!

Heute bin ich wieder „pünktlich“ in Jerusalem angekommen, das heißt so gegen 6:45 Uhr. Kurz nach 7 Uhr war ich dann schon hier in meinem Büro. Ich bin natürlich wieder durch den neuen Tunnel gefahren, der am Freitag mit einem großen Trubel eröffnet worden war. Alle hofften, er würde den langen Autoschlangen vor Jerusalem ein Ende bereiten. Doch bis jetzt ist das noch nicht geschehen. Auch heute ging es nur sehr langsam voran. Vor der Einfahrt in den Tunnel hatte sich ein kleiner Stau gebildet. Eigentlich gab es dazu keinen Grund. Wahrscheinlich wird der neue Tunnel noch als Attraktion angesehen, die Autofahrer fahren langsamer, damit sie die Einfahrt in den Tunnel so richtig genießen können. Vielleicht ist das Bremsen vor der Einfahrt in einen Tunnel auch eine instinktive Reaktion, man fährt in das Ungewisse, plötzlich hat man so ein schwarzes Loch vor sich, alles ist noch neu. Um es kurz zu machen, in den Abendnachrichten wurde berichtet, dass die Autofahrer enttäuscht seien, nichts hätte sich geändert. Das Versprechen, die Fahrt von Tel Aviv nach Jerusalem würde ab jetzt nur noch 35 Minuten dauern, hatte sich in Luft aufgelöst. Gestern Vormittag waren einige Autofahrer über eine Stunde unterwegs. Die Experten versuchten, zu beruhigen und erklärten, dass bis Mai drei Fahrspuren auf jeder Straßenseite wären, dann würde sich die Lage verbessern. Wir sollten geduldig sein, nachdem wir Jahrzehnte auf dem Weg nach Jerusalem leiden mussten, können wir ruhig noch drei Monate warten, bis die Arbeiten an der Strasse beendet sein werden.

Heute soll es noch etwas wärmer werden und am Mittwoch hat man uns sogar einen kleinen Vorgeschmack auf den nächsten Sommer versprochen mit Temperaturen von bis zu 26 Grad in Tel Aviv und ganzen 20 Grad hier in Jerusalem, wo heute gerade mal 14 Grad erreicht werden sollen. Und ab Donnerstag können wir uns dann wieder auf den Winter vorbereiten. Dann sollen die Temperaturen wieder drastisch nach unten gehen und am Abend soll es zu Regenschauern und Gewittern kommen. Das Wochenende soll dann wieder so richtig kalt werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem weiteren Temperaturanstieg. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 19 Grad , am Toten Meer 23 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.465 m unter dem Meeresspiegel.

Dieses Hin und Her im Wetter ist für viele nicht leicht zu verkraften. Auch mein Sohn kann davon erzählen. Leichte Temperatur, Husten und Halsschmerzen sind die Symptome, wegen denen er gestern zuhause geblieben ist. Aber heute geht es ihm schon wieder besser.

Auch politisch kann es bei uns wieder unruhig werden. Gestern wurde klar, dass die Lösung für die Bewohner von Amona nicht in die Tat umgesetzt werden kann. Die Regierung hatte versprochen, dass einige Familien auf benachbarten Grundstücken ihre Häuser wieder aufbauen könnten. Doch nachdem sich die Eigentümer der Grundstücke mithilfe der Organisation „Jesh Din“ (es gibt Gerechtigkeit) gemeldet hatten, ist die angebotene Lösung nun hinfällig geworden. Nun drohen die Bewohner, ihren Kampf um Amona wieder aufzunehmen. Sie hätten wohl vor dem Gericht versprochen, Amona bis zum 7. Februar friedlich zu räumen, doch man sehe sich diesem Versprechen nicht mehr verpflichtet, nachdem die Regierung ihr Versprechen gebrochen hätte. Für morgen hat man nun eine große Demonstration geplant, die zur Wiederaufnahme des Kampfes um Amona aufrufen soll. Nun scheint also alles wieder von vorne zu beginnen.

Bild: Amona (Lior Mizrahi/Flash90)

Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob wir überhaupt einmal in Frieden hier leben werden. Es scheint unmöglich zu sein, eine Lösung zu finden, mit der alle Seiten zufrieden sein können. Die Lage ist verzwickt. Was könnte die Lösung sein? Zwei Staaten für zwei Völker, wie es die Welt gerne hätte, ein Staat mit zwei Völkern oder so wie jetzt? Nun gibt es viele, die sagen, es gäbe kein Palästinensisches Volk, es seien Araber. OK, wie dem auch sei, es sind Menschen, die hier leben und das auch schon seit einer sehr langen Zeit. Sie sind hier und wir müssen eine Lösung finden. Ich bin mir sicher, dass viele der Araber nur in Ruhe leben wollen, doch das wird von den Terroristen kaputt gemacht. Ich erinnere mich an Zeiten, wo man schon recht nah an irgendeiner Lösung war,dann kam die Hamas und machte mit ihren Terroranschlägen den Fortschritt in Richtung eines Friedens oder eines Verständnisses ein Ende. Solange es diese Terroristen gibt, solange es die Hamas gibt, die die Menschen im Gazastreifen kontrolliert, wird es keinen Frieden geben. Solange es Hass gibt, wird es keinen Frieden geben. Es ist ein richtiger Teufelskreis. Es wird sehr schwer sein, diesen Kreis zu brechen. Schon lange gibt es kein Vertrauen mehr. So schwer es auch sein mag, irgendjemand muss den Anfang machen, es jedenfalls versuchen. Und das können nur wir hier im Land, Araber und Juden, machen. Niemand aus dem Ausland kann uns vorschreiben, was wir zu tun haben. Der Beginn einer Verständigung muss von uns aus kommen. Nur habe ich im Moment keine Ahnung, wie man damit beginnen könnte. Ich habe einfach keine Lust mehr, von Beerdigungen zu berichten. Wir alle sollten das Leben wählen.

Ich habe Ihnen einfach mal meine persönlichen Gedanken zu der ganzen Situation hier dargelegt. Es ist wirklich nicht einfach zu sagen, was richtig oder falsch ist zu tun.

Jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Montag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

About the author

Patrick Callahan

This is an example of author bio/description. Beard fashion axe trust fund, post-ironic listicle scenester. Uniquely mesh maintainable users rather than plug-and-play testing procedures.

Mitglieder

Israel Heute Mitgliedschaft


Digital Monatlich Digital Jährlich Print + Digital (Deutschland) Print + Digital (International)
Preis
6.90
/ Monat

(€82,80 Jährlich)
51,00
/ Jahr
63,00
/ Jahr
73,00
/ Jahr
Voller Zugang zu allen Mitglieder-Inhalten
Gedrucktes Magazin (6 Ausgaben pro Jahr)
Magazin als E-Paper
Exklusive Zoom-Veranstaltungen
Werbefreies Lesen
Kostenloser Probemonat
Ersparnis gegenüber dem Monatsabo - 38,41% / €31,80 23,91% / €31,80 11,84% / €31,80
Effektiver Jahrespreis €82,80 €51,00 €63,00 €73,00

Schreibe einen Kommentar

Anmelden