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Jerusalemer Schulen streiken: Sorge um Sicherheit

Heute bleiben in Jerusalem zahlreiche weiterführende Schulen geschlossen. Eltern, Schüler und Lehrer streiken, da sie finden, dass die Kinder nicht ausreichend von Wachpersonal beschützt werden. Rund 400 Schulen werden in der israelischen Hauptstadt täglich von Sicherheitskräften bewacht. Doch weniger Etat für die Sicherheitskräfte, dafür steigende Unterrichtsstunden bei den Schülern führen dazu, dass am Nachmittag oft kein Wachpersonal mehr vor Ort ist.

Heute bleiben in Jerusalem zahlreiche weiterführende Schulen geschlossen. Eltern, Schüler und Lehrer streiken, da sie finden, dass die Kinder nicht ausreichend von Wachpersonal beschützt werden. Rund 400 Schulen werden in der israelischen Hauptstadt täglich von Sicherheitskräften bewacht. Doch weniger Etat für die Sicherheitskräfte, dafür steigende Unterrichtsstunden bei den Schülern führen dazu, dass am Nachmittag oft kein Wachpersonal mehr vor Ort ist.

Der Dienst der meisten Sicherheitsleute endet um 13.30 Uhr. Der Unterricht dauert aber meist bis um 16.30 Uhr. Diese drei Stunden mit Sicherheitspersonal abzudecken würden die Stadt Jerusalem zusätzlich 20 Millionen Schekel kosten – also rund 4,6 Millionen Euro.

„Wir sehen uns verpflichtet, den Schülern in Jerusalem eine qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen“, schreibt das Bildungsamt der Stadt in einem Brief. Und weiter heißt es: „In erster Linie müssen wir ihnen aber Sicherheit bieten. Vor allem in einer Zeit, in der sich die Sicherheitslage deutlich verschlechtert hat.“ Jerusalem wurde in den vergangenen Wochen von einer Welle der Gewalt überrollt.

„Die Regierung drückt sich vor der Verantwortung. Das können wir so nicht hinnehmen“, beschwert sich Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat. Da die Stadt kein zusätzliches Geld im Haushalt aufbringen kann, sehen sich die Schulen nun gezwungen zu streiken. Das sei nur eine erste Maßnahme. Wenn sich an der Sicherheitslage nichts ändere und das Finanzministerium kein weiteres Geld zur Verfügung stelle, werde sich der Streik auf Grundschulen und andere Institutionen ausweiten, hieß es dazu in Jerusalem.

Bürgermeister Barkat rief alle Jerusalemer Bürger, die einen Waffenschein haben, dazu auf, ihre Waffen mitzuführen, wenn sie in der Stadt unterwegs sind. Er selbst ging mit gutem Beispiel voran: Beim Besuch eines Ost-Jerusalemer Stadtteils hatte Barkat, ein früherer Armee-Offizier, ein Gewehr dabei.

Foto: Hadas Parush (Flash 90)

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Patrick Callahan

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