Es ist nur eines von vielen Beispielen, welches die oft verzerrte bis hin zur falschen Berichterstattung im Iran widerspiegelt: Diese Woche „enthüllten“ iranische Medien, dass der amerikanische Außenminister John Kerry bei einem Schusswechsel mit einem bewaffneten Kämpfer des Islamischen Staates (IS) verletzt wurde, und nicht bei einem Fahrradunfall.
Laut der iranischen Nachrichtenagentur Nasim, welche eine amerikanische Webseite zitierte, die sich wiederum auf einen nicht namentlich genannten russischen Beamten als Quelle berief, traf Kerry sich mit einem leitenden IS-Mitglied, das einen Mordversuch auf Kerry geplant hatte.
Als der Hinterhalt aufflog, so die Meldung, sei Kerry in dem folgenden Schusswechsel verwundet worden, und mindestens eine weitere Person sei tödlich verletzt worden.
Für Leser des Westens mag eine solche Meldung lächerlich und nach einer weit übertriebenen Verschwörungstheorie klingen. Doch einige iranische Medien haben die Meldung übernommen und weiter verbreitet.
Zeitgleich gab der Vize-Außenminister Tony Blinken in Paris bekannt, dass die USA und seine Verbündeten in den letzten neun Monaten 10.000 IS-Kämpfer bei Luftangriffen getötet haben und das ganz ohne zivile Opfer.




