Mehr noch als die verschiedenen islamistischen Organisationen, die an den Grenzen Israels lauern, stellt die internationale BDS (Boykott, Disinvestition und Sanktionen) Bewegung eine Bedrohung Israels dar.
Da es die moslemische Welt verstanden hat, dass sie Israel nicht mit Waffengewalt von der Weltkarte wischen kann, versucht sie es durch verschiedene Organisationen auf politisch-diplomatischer Ebene. Die Speerspitze dieser Bemühungen ist die BDS-Bewegung, die auf agressive Weise jegliche Zusammenarbeit mit Israel zu unterbinden versucht. Es sind mittlerweile nicht nur Früchte in Supermärkten, die boykottiert werden, sondern auch israelische Künstler, die im Ausland auftreten möchten, oder internationale Künstler, die nach Israel kommen wollen. Auf diese wird genauso Druck ausgeübt, wie auf Akademiker und Unternehmen, die in Israel investieren oder mit Israel zusammenarbeiten wollen.
Die agressive Vorgehensweise der Israel-Gegner macht es den Betroffenen sehr schwer, standhaft zu bleiben und für Israel einzustehen. Ein Beispiel dafür ist die Supermarkt-Kette Woolworth, die in Südafrika Bagels (jüdische Brötchen) aus Israel importiert und dafür den Zorn der BDSler auf sich gezogen hat. Diese haben die Supermärkte der Kette über längere Zeit hinweg immer wieder durch Störungen und Demonstrationen belästigt. Woolworth hingegen ließ sich nicht einschüchtern und importiert weiterhin israelische Bagels. Auch eine gerichtliche Entscheidung zu Gunsten des Supermarkts änderte nichts an den Belästigungen und am „Nakba-Tag“ vor einigen Wochen protestierten etwa 10.000 Studenten gegen Woolworth.
Es sind vor allem Studenten, die immer mehr für die Sache der Israel-Feinde gewonnen werden, da diese mit Vokabeln wie „Unterdrückung“, „Gerechtigkeit“ und „Frieden“ angezogen werden. Eine große Anzahl an amerikanischen Universitäten hat mittlerweile beschlossen, Produkte aus Israel zu boykottieren und der Trend geht auch in anderen Ländern in diese Richtung.
Prominente Unterstützer des Israel-Boykotts gibt es genügend, von Roger Waters, dem Sänger von Pink Floyd, bis zum Physiker Stephen Hawking, der Israel für Verletzungen von Menschenrechten verantwortlich macht, fehlt es nicht an Vorbildern, die Israel verteufeln.
Von israelischer Seite steht man diesem Phänomen ratlos gegenüber. Aufrufe, besonders israelische Produkte zu kaufen und damit einen „Gegenboykott“ zu starten, fallen glücklicherweise nicht auf taube Ohren und Israel Heute hat sich dieser Gegenbewegung immer wieder mit eigenen israelischen Produkten angeschlossen. Aber auch die Gebete unserer Freunde und alle hilfreichen Ideen sind sehr wilkommen.
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