Die israelische Polizei hat am Montag (19. Oktober) bei ihrer jährlichen Gedenkzeremonie an die 1.696 Polizisten, Grenzpolizisten und freiwilligen Helfer erinnert, die seit der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 im Dienst oder infolge ihres Dienstes ums Leben gekommen sind.
Die Veranstaltung fand an der Gedenkstätte der Nationalen Polizeiakademie in Beit Schemesch statt. An der Zeremonie nahmen Polizeichef Danny Levy, hochrangige Polizeioffiziere sowie Angehörige der Gefallenen teil.
Besondere Aufmerksamkeit galt in diesem Jahr den Polizisten, die während des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 im Einsatz waren und dabei ihr Leben verloren. Zahlreiche Polizeibeamte hatten sich damals den eingedrungenen Terroristen entgegengestellt und versucht, die Bewohner der angegriffenen Ortschaften zu schützen.
Ein bewegender Moment der Zeremonie war das Entzünden der Gedenkfackel durch Eti Alus, die Witwe von Itamar Alus. Ihr Mann hatte am 7. Oktober 2023 in Ofakim gegen die Terroristen gekämpft und war im Januar 2026 gestorben. Mit dem Entzünden der Fackel erinnerte sie stellvertretend an die Opfer und ihre Familien.

Auch Angehörige von Polizisten, die während der Kämpfe am 7. Oktober gefallen waren, kamen bei der Veranstaltung zu Wort. Ihre persönlichen Erinnerungen machten deutlich, dass hinter den Zahlen Menschen und Familien stehen, deren Leben durch den Verlust eines geliebten Angehörigen für immer verändert wurde.
Polizeichef Levy wandte sich in seiner Ansprache unmittelbar an die Hinterbliebenen. Er betonte, dass die Familien der Gefallenen weiterhin ein untrennbarer Bestandteil der israelischen Polizeifamilie seien. Ihr Platz innerhalb der Organisation bleibe bestehen, ebenso wie die Verpflichtung der Polizei, sie auch in Zukunft zu begleiten und zu unterstützen.

Die jährliche Gedenkveranstaltung erinnert nicht nur an die Opfer von Terroranschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen, sondern an sämtliche Angehörige der israelischen Polizei, die seit der Staatsgründung im Zusammenhang mit ihrem Dienst ums Leben gekommen sind. Dazu gehören auch Mitglieder der Grenzpolizei und freiwillige Helfer.
Den Abschluss der Zeremonie bildete ein gemeinsamer Auftritt von Kindern gefallener Polizeiangehöriger mit der israelischen Sängerin Roni Dalumi. Gemeinsam sangen sie das Lied „Shir Tikva“ („Lied der Hoffnung“) und setzten damit ein Zeichen der Erinnerung und der Hoffnung für die Zukunft.




