Die Unruhen in Frankreich sind ein Warnsignal. Denn eine Nation braucht mehr als eine funktionierende Wirtschaft, eine starke Armee und demokratische Institutionen. Sie braucht eine gemeinsame Identität. Für Israel, den einzigen jüdischen Staat der Welt, ist diese Frage von existenzieller Bedeutung. Brennende Straßen in Frankreich, gewaltsame Demonstrationen, palästinensische Fahnen und Berichte über eine verwüstete Synagoge in Paris. Aber Moment: Hat Präsident Emmanuel Macron nicht behauptet, in Judäa und Samaria gebe es keine Hamas-Terroristen? Dann gibt es sie in Frankreich vermutlich auch nicht! Was sich dort auf den Straßen abspielte, sah jedenfalls nach weit mehr als einem gewöhnlichen Schülerprotest aus, eher nach einer Intifada. Auch ohne verlässliche Zahlen frage ich mich, wie viele der beteiligten Jugendlichen aus arabischen und muslimischen Migrantenfamilien stammen. Wahrscheinlich die Mehrheit.
Israelische Besucher erzählen, wie sie vor Feuer und Tränengas fliehen mussten. Doch hinter den Bildern der Unruhen steht eine weit größere Frage: Was geschieht mit einem Land, wenn seine Menschen nicht mehr wissen, was sie miteinander verbindet? Wenn die gemeinsame Identität zerbricht,...
Artikel nicht lesbar?
Sie sind bereits Mitglied? Melden Sie sich an, um weiterzulesen.




