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Netanjahu vor der UN: „Wir werden gewinnen – wir haben keine andere Wahl“

Die Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UN-Generalversammlung in New York im Wortlaut.

Netanjahu
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während seiner Rede vor den Vereinten Nationen in New York City am 24. September 2026. Foto: Arie Leib Abrams/Flash90

In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York rechnete Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit den Kritikern Israels ab, verteidigte den Krieg gegen den Iran und dessen Verbündete und wandte sich scharf gegen die Vorwürfe eines Völkermords im Gazastreifen. Immer wieder kehrte er zu einem Satz seines Bruders Yoni zurück: „Wir werden gewinnen. Wir haben keine andere Wahl.“ Im Folgenden dokumentieren wir die Rede im Wortlaut.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag, dem 24. September 2026, vor der UN-Generalversammlung in New York:

„Herr Präsident,

bevor ich beginne, nur eine kurze Mitteilung:

Falls sich noch irgendwelche anderen moralischen Feiglinge in diesem Saal befinden, die ihn noch nicht verlassen haben – bitte tun Sie es jetzt.

Vielen Dank.

Meine Damen und Herren,

vor vierzehn Jahren stand ich an diesem Rednerpult und zog eine rote Linie.

Ich schwor, die mörderische Diktatur des Iran daran zu hindern, Atombomben zu entwickeln – Atomwaffen, die darauf abzielten, Israel zu zerstören, Atomwaffen, die die gesamte Welt bedrohen könnten.

Genau das haben wir getan.

Nun möchte ich etwas sagen, das Sie vielleicht überraschen wird.

Die iranischen Atomanlagen zu zerstören, war schwierig. Es war sehr schwierig. Aber für mich war es eine der einfachsten Entscheidungen, die ich je als Ministerpräsident treffen musste. Denn hätten wir es nicht getan, wären wir heute alle tot.

Nun, wollen Sie die ultimative Ironie hören?

Indem Israel sich selbst verteidigt, verteidigt es auch viele jener Länder, deren Delegierte gerade diesen Saal verlassen haben!

Ich möchte sogar, dass Sie wissen, dass viele ihrer Staats- und Regierungschefs uns insgeheim dafür danken, dass wir Irans Atomwaffen ausgeschaltet haben.

Eine noch atemberaubendere Heuchelei kann man sich kaum vorstellen, aber genau das ist es.

Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit der Gefahr unserer Vernichtung konfrontiert waren.

Am 5. Juni 1967 war Israel von Feinden umgeben, die offen schworen, uns zu vernichten.

Wir waren damals nicht in Judäa und Samaria, dem Herzen der historischen Heimat des jüdischen Volkes. Wir waren nicht in Gaza. Wir waren nicht auf den Golanhöhen.

Und Herr Ashara, Sie sollten wissen, dass Juden seit den Tagen Moses auf den Golanhöhen leben. Sie können es in der Bibel nachlesen.

Damals, am Vorabend des Sechstagekriegs 1967, waren wir an keinem dieser Orte. Wir befanden uns auf einem winzigen Landstreifen – und tun es noch immer –, der ungefähr einem Drittel von einem Prozent der gesamten Landfläche der arabischen Welt entspricht.

Und dennoch werfen sie Israel Kolonialismus vor. Was für ein Kolonialismus.

Und wer wirft uns das vor? Unter anderem Menschen in Großbritannien und Frankreich. Um Himmels willen, sie haben den Begriff erfunden. Ihre Kolonien erstreckten sich über den gesamten Globus.

Kolonialismus … Verschonen Sie uns … Noch eine Lüge.

Doch damals, auf diesem winzigen Flecken Erde – kein Westjordanland, kein Gaza, keine Golanhöhen –, ging es einfach um das Überleben dieses einen und einzigen jüdischen Staates. Denn darum geht es in diesem Konflikt. Es geht nicht um Territorien, es geht um einen jüdischen Staat innerhalb irgendwelcher Grenzen. Und dennoch waren wir damals von drei arabischen Armeen, die kurz davorstanden, bei uns einzumarschieren, mit Vernichtung bedroht.

Wissen Sie, was die Israelis damals taten? Sie hoben Massengräber aus, in Erwartung Tausender und Abertausender Opfer. In Vorbereitung darauf, unsere Toten zu begraben.

Damals war ich ein israelischer Oberschüler in Philadelphia, Pennsylvania.

Fünf Tage vor Ausbruch des Krieges flog ich nach Israel zurück.

Ich fand ein Land in völliger Verdunkelung vor.

Israel bereitete sich auf den Einschlag vor.

Ich flog zurück, um meinen Bruder Jonathan, Yoni, zu sehen.

Er war ein 21-jähriger Fallschirmjägeroffizier. Und wie der Rest der Armee war seine Einheit bereits mobilisiert. Ich machte mich auf die Suche nach ihm. Man sagte mir, die Fallschirmjäger seien in Lagern in den Obstplantagen, den Orangenhainen rund um Ramle. Also ging ich dorthin und fragte einige Soldaten: „Wisst ihr, wo Yoni Netanjahu ist?“ „Nein.“ „Nein.“ Dann sagte einer: „Ach, du meinst den jungen Kerl? Ja, er ist im nächsten Hain.“

Also ging ich dorthin, und plötzlich sah ich am Ende einer langen Baumreihe meinen Bruder.

Er war völlig überrascht, mich zu sehen.

„Bibi“, sagte er, „was machst du hier?“

Wir rannten aufeinander zu und umarmten uns.

Bei einer Tasse improvisierten Militärkaffees stellte ich ihm die Frage, die mich beschäftigte, die Frage, die alle beschäftigte.

„Also, Yoni“, sagte ich, „was wird passieren?“

Er hielt inne. Und dann sagte er etwas, das ich niemals vergessen werde.

„Wir werden gewinnen“, sagte er. „Wir haben keine andere Wahl.“

Ich erinnere mich an diese Worte, als wäre es gestern gewesen.

Wir werden gewinnen. Wir haben keine andere Wahl.

Und dann haben wir gewonnen.

Neun Jahre später entführten palästinensische Terroristen ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Israel. Sie brachten es nach Entebbe in Uganda.

Wie die Nazis selektierten die Terroristen die jüdischen Passagiere – Männer, Frauen, Kinder, Babys. Sie drohten, sie alle zu töten, sollte Israel keine palästinensischen Terroristen freilassen.

Und dann, am 4. Juli 1976, dem 200. Jahrestag der Vereinigten Staaten, führte Yoni seine mutigen Soldaten in einer der dramatischsten Rettungsmissionen der Neuzeit ins Herz Afrikas.

Wie durch ein Wunder retteten sie 103 jüdische Geiseln und brachten sie alle nach Hause, jede einzelne von ihnen.

Mein Bruder, der Kommandeur des Sturmtrupps, war der einzige Soldat, der bei dieser Mission getötet wurde.

Ich möchte Uganda erneut dafür danken, dass es vor Kurzem an dem Ort, an dem er fiel, eine Statue von Yoni errichtet hat.

Meine Freunde,

Yonis Worte sind heute genauso wahr wie vor mehr als einem halben Jahrhundert.

Wir werden gewinnen. Wir haben keine andere Wahl.

Zu keinem Zeitpunkt wurde dies deutlicher als am 7. Oktober 2023 – dem dunkelsten Tag in der Geschichte Israels.

An diesem schrecklichen Tag stürmten Tausende palästinensische Terroristen aus Gaza nach Israel.

Ich möchte, dass Sie wissen, dass sich damals kein einziger Israeli in Gaza befand. Kein Zivilist, kein Soldat. Nicht ein einziger!

Es spielte überhaupt keine Rolle.

Die Hamas-Terroristen verübten das schlimmste Massaker an Juden seit dem Holocaust.

Sie gingen von Haus zu Haus und erschossen israelische Zivilisten aus nächster Nähe. Sie taten dies mit teuflischer Freude. Mit sadistischer Freude übertrugen sie ihre Morde live.

Und wen ermordeten sie? Genau jene Israelis – ihre Nachbarn –, die ihnen Arbeitsplätze gaben, die palästinensische Kinder an der Grenze zum Gazastreifen abholten, sie zur Krebsbehandlung in israelische Krankenhäuser fuhren und sie anschließend wieder zurückbrachten.

Können Sie sich eine solche Ungeheuerlichkeit vorstellen?

Diese Hamas-Monster schlachteten Holocaust-Überlebende ab. Sie verbrannten Babys vor den Augen ihrer Eltern bei lebendigem Leib. Sie enthaupteten unsere Männer. Sie vergewaltigten unsere Frauen auf brutale Weise und ermordeten sie anschließend.

Insgesamt schlachteten sie an diesem Tag 1.200 Israelis ab.

Ich möchte Ihnen eine Vorstellung davon geben, was das für ein Land mit zehn Millionen Einwohnern bedeutet. Im Verhältnis entspräche dies 40.000 unschuldigen Amerikanern, die innerhalb von weniger als 24 Stunden abgeschlachtet würden. Das ist das 16-Fache des 11. September. Sechzehn Anschläge vom 11. September, die sich nicht weit von hier ereignet hätten.

An diesem dunkelsten aller Tage erwarteten unsere Feinde, dass wir zusammenbrechen würden.

Nun, wir sind nicht zusammengebrochen. Stattdessen erhoben wir uns und kämpften wie Löwen.

Seit drei Jahren kämpfen unsere heldenhaften Soldaten Tag für Tag in einem Siebenfrontenkrieg!

Kennen Sie ein anderes Land von der Größe New Jerseys, das in der Lage wäre, einen Krieg an sieben Fronten zu führen? Und das drei Jahre lang?

Sieben Fronten: Hamas, Hisbollah, die Huthis, Iran, Milizen im Irak, Milizen in Syrien, palästinensische Terroristen in Judäa und Samaria. Sie alle verbündeten sich gegen uns, um uns vom Erdboden zu tilgen.

Sie sind gescheitert.

Denn statt zusammenzubrechen, haben wir ihnen allen vernichtende Schläge versetzt.

Gemeinsam mit unseren großartigen amerikanischen Freunden haben wir Irans Armee, Marine, Luftwaffe und Atomanlagen zerschlagen.

Israel hat die Hamas schwer getroffen. Wir haben die Hisbollah zerschlagen.

Erinnern Sie sich an die Pager? Nun, ich kann Ihnen eines sagen: Die Hisbollah erinnert sich ganz bestimmt an sie.

Raten Sie einmal, was mit dem Großteil des gewaltigen Hisbollah-Arsenals von 150.000 ballistischen Raketen und anderen Raketen geschehen ist, die alle auf unsere Zivilbevölkerung gerichtet waren?

Sie sind weg.

Die Führer der Hisbollah – tot.

Ihr Kampfgeist – gebrochen.

Die Erzterroristen, die schlimmsten Massenmörder der Welt, die nicht nur Israelis, sondern auch Amerikaner, Briten und Bürger Dutzender Länder töteten – Khamenei, Deif, Sinwar, Haniyeh und Nasrallah sowie Tausende andere Terroristen, die uns vernichten wollten –, sie alle sind ebenfalls weg.

Die verbliebenen Terroristen versuchen verzweifelt, sich neu zu formieren.

Jeden Tag versuchen sie, unsere Menschen zu ermorden.

Und insbesondere versuchen sie, unsere Menschen in unserer historischen Heimat, in Judäa, zu ermorden. Übrigens stammt von dort das Wort Jude. Judäa – das ist unser Land. Sie versuchen, uns zu ermorden, Tausende Male im Jahr greifen sie Familien an, friedliche Familien, die auf den Straßen unterwegs sind. Sie schießen auf schwangere Frauen; sie schießen auf ganze Familien. Natürlich wird nichts davon in der internationalen Presse oder in den sozialen Medien berichtet. Nichts davon. Worüber sie berichten, ist eine Handvoll jugendlicher Straftäter, etwa 150 an der Zahl, die Steine werfen, Olivenbäume fällen und gelegentlich Feuer legen. Ich kann das nicht ausstehen. Ich werde Selbstjustiz nicht dulden. Wir sind ein Rechtsstaat. Deshalb haben wir unseren Schin Bet auf sie angesetzt. Aber das ist es, was sie „Siedlergewalt“ nennen. Und die Zahl der Opfer pro Jahr? Vielleicht zwei oder drei. In der gesamten Zeit, in der darüber gesprochen wurde, vielleicht zwei oder drei Tote. Im Vergleich zu Tausenden Terroranschlägen gegen die friedlichen Siedler, ehrenwerte Menschen, gesetzestreue Menschen. Was für eine Verzerrung. Es ist eine Besessenheit. Ich höre diese Diskussion hier. Führer von Ländern reden ernsthaft darüber. Und sie sagen es mit solcher Wichtigkeit: „Wir können die Siedlergewalt nicht hinnehmen.“ Sie wissen nicht, wovon Sie reden.

Und hören Sie, vor zwei Tagen … Das sage ich meinem Kollegen Emmanuel Macron. Vor zwei, drei Tagen wurde ein französischer Staatsbürger, Netanel Shukrun, ein Vater von sechs Kindern, erschossen, als er mit seinem 16-jährigen Sohn eine Quelle besuchte. Und ein Hamas-Terrorist in Judäa und Samaria kommt und schießt aus nächster Nähe auf ihn. Und seine letzten Worte waren: „Lauf, lauf, mein Sohn. Rette dich.“

Das war vor drei Tagen. Vor zwei Tagen wurde in Judäa und Samaria ein Reserveoffizier, ein Reservesoldat, Neria Leiter, von einem palästinensischen Terroristen überfahren. Er kämpft jetzt in einem Jerusalemer Krankenhaus um sein Leben.

Ich besuchte die Familie unmittelbar bevor ich ins Flugzeug stieg, um hierherzukommen.

Neria, Vater von vier Kindern, ist der Sohn von Yechiel Leiter, unserem brillanten Botschafter in den Vereinigten Staaten.

Vor drei Jahren wurde Yechiels ältester Sohn Moshe, Vater von sechs Kindern, getötet, als er in Gaza ein mit Sprengfallen versehenes Gebäude räumte.

Yechiel, mein Bruder, dein Schmerz ist unermesslich.

Das gesamte Volk Israel und viele Menschen außerhalb Israels beten für Nerias Leben.

Doch trotz des Schmerzes, trotz der Qual geben wir nicht auf.

In einem Beitrag kurz vor dem Anschlag auf ihn schrieb Neria: Wir haben kein anderes Land. Es ist ein Privileg, es zu verteidigen.

Neria und allen Helden Israels gebe ich ein heiliges Versprechen:

Euer Opfer wird nicht vergeblich sein. Wir werden unseren Staat weiterhin verteidigen. Wir werden weiterhin gewinnen. Denn wir haben keine andere Wahl.

In diesem Kampf gegen die Barbaren hatten wir keinen größeren Partner als Präsident Trump.

Ich danke ihm für seine mutige Führung.

Er stellte sich entschlossen einer gewaltigen Gefahr für Amerika, Israel und die Welt entgegen.

Schon vor Jahrzehnten verstand er, dass die fanatischen Ajatollahs, die „Tod Amerika! Tod Israel!“ rufen, ihre wahnsinnigen Fantasien irgendwann verwirklichen würden, wenn man ihnen nicht entgegentritt.

Also handelten Israel und Amerika gemeinsam, nicht nur um uns selbst zu schützen, sondern um die Zivilisation zu retten.

Mutige amerikanische Piloten flogen gemeinsam mit mutigen israelischen Piloten Einsätze am Himmel über dem Iran.

Amerika und Israel arbeiteten auch gemeinsam daran, unsere verbliebenen Geiseln zurückzubringen.

Wir haben jede einzelne von ihnen zurückgebracht.

Sie fragen, warum wir gewinnen?

Yoni sagte es ganz einfach. Wir haben keine andere Wahl.

Während dieses langen Krieges hat sich unser Ziel niemals geändert: zu gewinnen!

Mit unerschütterlicher Entschlossenheit zu gewinnen. Mit unermüdlichem Mut zu gewinnen. Denn das ist Israel.

Eine Nation, die für eine gemeinsame Zukunft kämpft.

Links und rechts. Jung und alt. Religiös und säkular.

Haben wir unsere Meinungsverschiedenheiten?

Natürlich haben wir die. Wer hat sie nicht?

Aber in den entscheidenden Momenten, in jenen Momenten, die unser Schicksal bestimmen, stehen wir zusammen, denn das, was uns verbindet, ist so viel stärker: unsere Geschichte, unsere Werte, unser Mut.

Der Mut unseres tapferen Volkes, das 1.000 gewaltigen ballistischen Raketen standhielt, die der Iran auf unsere Städte, auf unsere Zivilbevölkerung niederregnen ließ.

Meine Damen und Herren,

Sie sitzen hier im Saal der UN-Generalversammlung. Wissen Sie, was eine einzige ballistische Rakete mit einem Gewicht von einer Tonne anrichten würde, wenn sie diesen Ort träfe? Sie würde den gesamten Komplex auslöschen. Tatsächlich würden zwei solcher Raketen die UN auslöschen.

Stellen Sie sich also vor, denken Sie an tausend gigantische Raketen, die vom Himmel auf Ihre Städte, auf Ihre Häuser fallen.

Ich grüße den Mut des Volkes Israel. Ich grüße den Mut unserer tapferen Soldaten – Juden, Christen, Drusen, Muslime. Die moralischste Armee der Welt, die IDF.

Seit drei Jahren führen sie tapfer einen Krieg an sieben Fronten.

Aber es gibt noch eine achte Front in diesem Krieg. Es ist der Krieg um die Wahrheit.

Er wird in den Medien der Welt geführt und auf besonders heimtückische Weise in den sozialen Medien.

Mehrere ausländische Staaten haben ungezählte Milliarden ausgegeben, um Lügen über mein Land zu verbreiten.

Der erste war Katar.

Vor Jahrzehnten begann es damit, amerikanische Universitäten und toxische Medien wie Al Jazeera massiv zu finanzieren. Dasselbe taten sie übrigens in Europa.

Ihr Ziel war klar: junge Menschen einer Gehirnwäsche zu unterziehen, damit sie Israel, Amerika und den Westen hassen.

Das ist dasselbe Katar, das die Hamas-Schlächter vom 7. Oktober beherbergt.

Das jüngste Land, das zu einem Superverbreiter antisemitischer Lügen geworden ist, ist die Türkei.

Erdogan ist ein Tyrann, der ebenfalls die Terrorführer der Hamas beherbergt.

Er hat Tausende kurdische Zivilisten getötet. Er leugnet den Völkermord an den Armeniern. Er sperrt Journalisten und Oppositionsführer ein. Tatsächlich glaube ich, dass er darin den Weltrekord hält, und das ist bei dieser Konkurrenz nicht leicht. Aber ich glaube, er ist die Nummer eins.

Er besetzt illegal Nordzypern, das zu einem EU-Mitglied gehört, und verstößt regelmäßig gegen Griechenland, ein NATO-Mitglied.

Jetzt will er Syrien übernehmen.

Das ist nicht überraschend, denn er ruft fast jeden Tag zur Vernichtung Israels auf. Er sagt, er werde der Herrscher Jerusalems sein.

Nein, mein Herr. Das werden Sie nicht. Dies ist unser Land, unsere Stadt, unsere ewige Hauptstadt.

Tyrannen auf der ganzen Welt versuchen, uns zu bedrohen, sie versuchen, mit ihrer Kampagne aus Lügen unsere Entschlossenheit zu untergraben.

Doch letztlich wird das jüdische Volk, wie auf dem militärischen Schlachtfeld, siegen.

Es wird Zeit brauchen. Es wird Zeit brauchen, die Lügen zu besiegen. Es wird Zeit brauchen, bis die Welt anerkennt, was so offensichtlich ist: dass die Hamas palästinensische Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzt hat. Dass sie Krankenhäuser, Schulen und Moscheen als terroristische Kommandozentralen genutzt hat. Dass sie einen großen Teil der Lebensmittel gestohlen hat, die wir nach Gaza hineingelassen haben.

Während die Hamas alles in ihrer Macht Stehende tat, um palästinensische Zivilisten in Gefahr zu halten, oft mit vorgehaltener Waffe, tat Israel alles in seiner Macht Stehende, um sie aus der Gefahrenzone zu bringen.

Wir verschickten Millionen SMS, um Zivilisten zu warnen, Kampfgebiete zu verlassen.

Wir führten Millionen Telefonate.

Wir warfen Millionen Flugblätter ab.

Ich möchte Ihnen einige Fragen stellen. Welches Völkermordregime verabreicht der Bevölkerung des Feindes eine Million Polioimpfungen? Welches Völkermordregime ermöglicht die Verteilung von zwei Millionen Tonnen Lebensmitteln in Gaza? Das ist eine Tonne für jeden Menschen.

Israel des Völkermords zu beschuldigen, ist die größte Lüge dieses Jahrhunderts.

Wenn Sie wissen wollen, wie groß diese Lüge ist, wenn Sie wissen wollen, wie absurd das ist, hören Sie Colonel John Spencer zu. Er leitet die Studien zum urbanen Krieg am West Point. Er gilt als der weltweit führende Experte für urbane Kriegsführung.

Ich glaube, er ist heute bei uns.

Colonel Spencer hat jeden urbanen Krieg von der Antike bis zur Gegenwart untersucht, vom antiken Griechenland über Mossul bis Gaza.

Das sagt Colonel Spencer: „Israel hat mehr getan, um zivile Opfer im Krieg zu verhindern, als jede andere Armee in der Geschichte.“

Wir haben unzählige Maßnahmen ergriffen, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Ist das Völkermord? Natürlich nicht. Es ist das Gegenteil von Völkermord.

An alle, die diese Lügen über mein Land und unsere tapferen Soldaten verbreiten, ob sie nun in diesem Saal oder im Büro des antisemitischen Bürgermeisters von New York City sitzen, sage ich:

Schämen Sie sich.

Schämen Sie sich dafür, die Tatsachen zu verdrehen.

Schämen Sie sich dafür, Opfer und Angreifer zu vertauschen.

Schämen Sie sich dafür, der Wahrheit ins Gesicht zu spucken.

Herr Mamdani,

seit Sie zum Bürgermeister dieser Stadt gewählt wurden, fühlen sich viele Juden in New York nicht mehr sicher. Sie sprechen mit mir. Sie erzählen es mir. Das ist nicht mehr die Stadt, an die wir uns erinnern. Sie hat sich so schnell verändert.

Das ist kein Wunder.

Sie haben Kriminelle gelobt, die wegen Unterstützung der Hamas verurteilt wurden.

Sie zählen Menschen wie Hassan Piker zu Ihren Freunden, der sagte, Amerika habe den 11. September verdient.

Amerika habe den 11. September verdient. Was Sie für Freunde haben.

Sie laden einen palästinensischen Journalisten in Ihr Haus ein, der Hamas-Terroristen dabei filmte, wie sie israelische Geiseln schlugen und folterten, und der später zugab, dass er sich geweigert hatte, die Videos zu veröffentlichen, um – Sie ahnen es – die Terroristen zu schützen!

Ihre Frau markierte einen Beitrag mit „Gefällt mir“, in dem das Massaker vom 7. Oktober gelobt wurde.

Sie markierte einen weiteren Beitrag mit „Gefällt mir“, in dem es hieß, Tel Aviv dürfe nicht existieren.

Sie haben sich geweigert, irgendetwas davon zu verurteilen.

Sie beschuldigen Israel fälschlicherweise und wiederholt des Völkermords.

Herr Mamdani, Sie haben versucht, mich daran zu hindern, hierherzukommen, Sie haben versucht, mich zum Schweigen zu bringen. Sie können mich nicht zum Schweigen bringen. Sie können die Wahrheit nicht zum Schweigen bringen.

Und hier ist die einfache Wahrheit.

Israel hat keinen Völkermord begangen. Israel hat einen Völkermord verhindert.

Und genau das hätten die Hamas-Freunde von Herrn Mamdani uns angetan, wenn wir sie nicht aufgehalten hätten. Sie hätten jeden Einzelnen von uns getötet.

Die Lügen, die Sie und andere Antisemiten über die Juden und den jüdischen Staat verbreiten, haben reale Konsequenzen.

In New York werden Juden auf dem Weg zur Synagoge bedroht. Juden wurden auf der Straße niedergestochen. Juden werden dämonisiert. Sie werden allein deshalb ins Visier genommen, weil sie Juden sind.

Juden wurden in Sydney, Manchester, Montreal und Boulder, Colorado, ermordet.

Sie wurden in Los Angeles, London, Paris, Berlin und Washington, D.C., angegriffen.

Die Antisemiten der Welt wollen unser Volk in Angst und Schrecken versetzen.

Ich habe eine Nachricht für sie.

Die Zeiten, in denen Juden wehrlose Opfer waren, die zur Schlachtbank geführt wurden,

diese Zeiten sind vorbei!

Heute haben wir einen Staat. Heute haben wir eine Armee. Heute haben wir ein Volk, das bereit und willens ist, sich selbst zu verteidigen.

Deshalb habe ich heute eine Botschaft an die Juden auf der ganzen Welt:

Haltet den Kopf hoch. Seid stolz. Seid selbstbewusst. Lasst euch nicht einschüchtern. Steht auf.

Und an alle anderen, die Wahrheit und Gerechtigkeit verteidigen wollen: Schließt euch uns an und stellt euch den Barbaren entgegen, die unsere gemeinsame Zivilisation bedrohen.

Aber ich muss offen mit Ihnen sein. Nicht jeder steht auf. Das haben wir gesehen. Denn anders als Israel haben sich einige, und in jüngster Zeit insbesondere in Westeuropa, dafür entschieden, nicht aufzustehen.

Die Führer dieser Länder haben sich entschieden, vor den antisemitischen Mobs einzuknicken.

Sie haben sich für Schwäche entschieden. Sie haben sich für Beschwichtigung entschieden.

Wir können der traurigen Wahrheit, die vor uns liegt, nicht ausweichen.

Viele in der freien Welt haben Angst, die Freiheit zu verteidigen.

Ich frage sie: Was wird diese Zukunft, was wird dieses Verhalten, was wird die Welt für Sie bereithalten?

Die Bruderschaft der Demokratien oder die Muslimbruderschaft?

Wie lange wird es dauern, bis Sie erkennen, dass diese fanatischen Dschihadisten Ihre Wasserwege, Ihre Energieversorgung, Ihre wirtschaftliche Lebensader abwürgen?

Ich kann Ihnen versichern, meine Damen und Herren, wir in Israel warten nicht darauf, dass andere aus ihrem moralischen Schlummer erwachen.

Wir gehen voran. Wir ergreifen die Zukunft. Wir leisten Pionierarbeit bei unglaublichen Entwicklungen in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft und künstliche Intelligenz – „überlegene Intelligenz“. Und wir bringen diese erstaunlichen Innovationen der gesamten Menschheit zugute.

Israel war noch nie stärker.

Wir haben keine Angst, aber ich sage Ihnen, wer Angst hat.

Die Tyrannen von Teheran. Sie haben Angst.

Wissen Sie, wovor sie am meisten Angst haben?

Vor ihrem eigenen Volk.

Vor dem mutigen iranischen Volk, das so lange so viel geopfert hat.

Das iranische Regime hat besonders große Angst, wenn seine Menschen so etwas haben. Dies ist ein Kommunikationsgerät, Starlink, das den Menschen Zugang zur Wahrheit ermöglicht, ihnen erlaubt, Entscheidungen zu treffen und Gedanken- und Redefreiheit auszuüben.

Deshalb gibt das iranische Regime Milliarden Dollar für die Zensur des Internets aus.

Herr Präsident, ich werde Ihnen dieses Gerät hierlassen, damit Sie es der iranischen Delegation geben können, damit auch sie, wenn sie unweigerlich überläuft, ihre Geschichte frei in den sozialen Medien erzählen kann.

An die Demonstranten draußen, an die heuchlerischen Delegierten, die diesen Saal verlassen haben, frage ich:

Wo waren Sie, als die iranischen Tyrannen Zehntausende unbewaffnete iranische Zivilisten abschlachteten und verstümmelten? Als sie Tausende ihrer eigenen Menschen abschlachteten und verstümmelten? Wo waren Sie?

Haben Sie Massendemonstrationen organisiert? Hungerstreiks?

Haben Sie vor der iranischen Vertretung bei den Vereinten Nationen protestiert?

Haben Sie sich, was das betrifft, für die Christen eingesetzt, die im Iran und im gesamten Nahen Osten verfolgt werden?

Nein, das haben Sie nicht. Denn Sie sind falsche Menschenrechtsaktivisten.

Was die Christen betrifft: Sie wissen, dass ihre Zahl überall im Nahen Osten, wo sie verfolgt und bedrängt werden, rapide zurückgeht – mit Ausnahme eines einzigen Ortes: meines Landes Israel, wo die christliche Gemeinschaft wächst, gedeiht und erfolgreich ist.

Tatsächlich haben Sie auch nicht protestiert, als wir Bethlehem verließen. Als es von uns kontrolliert wurde, war es zu 80 bis 90 Prozent christlich, und wir übergaben es der Palästinensischen Autonomiebehörde. Heute ist es zu 80 bis 90 Prozent muslimisch. Alle, die Christen, wurden hinausgedrängt. Haben Sie dagegen protestiert? Haben Sie darüber gesprochen? Nichts. Nada.

Und Sie haben gerade nichts über den Iran gesagt. Sie haben nichts über den Iran gesagt.

Aber ich möchte Ihnen die gute Nachricht mitteilen.

Trotz Ihres Schweigens, trotz Ihrer Heuchelei ist es nur eine Frage der Zeit, bis im Iran etwas Unglaubliches geschehen wird. Die Macht des Volkes wird die Menschen an der Macht überwinden.

Ich möchte, dass Sie meinen Worten genau zuhören:

Eines Tages, und dieser Tag ist vielleicht nicht mehr weit entfernt, wird das iranische Volk frei sein. Sein mörderisches Regime wird durch seine Lügen, seine Korruption und seine Grausamkeit zu Fall gebracht werden.

Dieses böse Regime wird fallen, und wir alle werden diesen Tag feiern.

Meine Damen und Herren,

die Geschichte meines Volkes, des jüdischen Volkes, reicht mehr als 3.000 Jahre zurück.

Wir sprechen heute dieselbe Sprache, die wir damals sprachen.

Wir leben in demselben Land, in dem unsere Vorfahren damals lebten – David, Salomo, Jesaja und Jeremia. Das ist unser Land.

Das Land Israel.

Unsere Propheten, unsere Bestimmung und unser Volk sind einzigartig in der Geschichte.

Unsere Werte haben die Menschheit über Jahrtausende hinweg inspiriert.

Der Glaube an einen Gott. Die Heiligkeit des Lebens. Die Herrschaft des Rechts. Unser ewiges Streben nach Frieden. Unser ewiges Streben nach Gerechtigkeit.

Es sind diese heiligen Werte, die uns durch die Jahrhunderte getragen haben. Es sind diese heiligen Werte, die uns geholfen haben, allen Widrigkeiten der Geschichte zu trotzen.

Der große amerikanische Schriftsteller Mark Twain brachte es vor 125 Jahren am besten auf den Punkt. Er sagte es lange vor der Wiedergeburt des modernen jüdischen Staates, lange vor den großen Siegen der israelischen Soldaten.

Das sagte er:

„Der Jude hat in dieser Welt, zu allen Zeiten, einen erstaunlichen Kampf geführt, und er hat ihn mit auf dem Rücken gefesselten Händen geführt …

Der Ägypter, der Babylonier und der Perser erhoben sich, erfüllten den Planeten mit Klang und Glanz, verblassten dann zu Traumgebilden und verschwanden … andere Völker sind entstanden und hielten ihre Fackel eine Zeit lang hoch, doch sie erlosch, und nun sitzen sie im Zwielicht …

Der Jude sah sie alle, überlebte sie alle und ist heute, was er immer war, ohne Anzeichen von Verfall, ohne Gebrechen des Alters, ohne Schwächung seines Geistes, ohne Nachlassen seiner Tatkraft …“

Meine Damen und Herren,

im Laufe der Jahrhunderte sind die Tyranneien, die versucht haben, uns zu vernichten, immer wieder gescheitert.

So Gott will, werden sie auch weiterhin scheitern.

Wenn wir unseren Mut zusammennehmen, wenn wir unsere Entschlossenheit stählen, werden wir weiterhin gewinnen.

Wie es in der Bibel heißt: Netzach Yisrael lo yeshaker – die Ewigkeit Israels wird nicht wanken.

Und der Grund ist einfach.

Wir haben keine andere Wahl.

Vielen Dank.

Chag Sameach le’Am Yisrael.“

About the author

Patrick Callahan

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