Der 76-jährige Aharon Mizrahi aus Ramat Gan ist am Montag an den Folgen seiner Verletzungen gestorben, die er bei dem iranischen Raketenangriff auf Israel im Juni erlitten hatte. Das Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv bestätigte, dass Mizrahi nach vier Monaten intensiver Behandlung seinen Verletzungen erlag.
Der Angriff ereignete sich am 13. Juni 2025, als der Iran eine massive Welle von Raketen und Drohnen auf Israel abfeuerte – der bislang schwerste direkte Angriff aus Teheran auf israelisches Territorium. Eine der Raketen traf das Wohnhaus Mizrahis im Zentrum von Ramat Gan. Seine Lebensgefährtin Etti Cohen Angel wurde dabei sofort getötet, während er selbst mit lebensgefährlichen Verletzungen geborgen wurde.
In den folgenden Wochen kämpften die Ärzte um sein Leben, doch die inneren Verletzungen waren so schwer, dass sich sein Zustand zuletzt deutlich verschlechterte. Mit seinem Tod steigt die Zahl der Todesopfer der iranischen Raketenoffensive im Juni auf 29, mehr als 3.000 weitere Menschen wurden verletzt.
Der Angriff im Juni: der schwerste iranische Beschuss Israels
Die iranische Offensive vom 13. Juni wurde als „Tag des Vergeltungsschlags“ bezeichnet. Innerhalb weniger Stunden feuerte Teheran Hunderte ballistische Raketen und unbemannte Flugkörper ab, von denen ein Großteil durch die israelischen Luftabwehrsysteme Arrow 3, David’s Sling und Iron Dome abgefangen werden konnte. Dennoch trafen mehrere Raketen dicht besiedelte Gebiete, darunter Tel Aviv, Ramat Gan, Rehovot und Ashdod.
Einige Geschosse schlugen direkt in Wohnhäuser ein, andere verursachten Brände und Gebäudeschäden. In mehreren Städten kamen Menschen ums Leben. Die israelische Armee sprach von einem „beispiellosen Angriff auf zivile Ziele“ und kündigte an, „die iranische Bedrohung an ihrer Wurzel“ zu bekämpfen.
Nachwirkungen und stille Opfer
Während viele der damals Verletzten inzwischen entlassen werden konnten, kämpfen andere noch immer mit schweren Folgen. Angehörige beschrieben Aharon Mizrahi als einen Menschen, der „trotz seiner Schmerzen Hoffnung und Humor nicht verlor“. Der Bürgermeister von Ramat Gan, Carmel Shama-Hacohen, nannte ihn „ein Symbol für die Zivilbevölkerung, die den Preis internationaler Aggression bezahlt“.
Vier Monate nach dem Beschuss sind die physischen Schäden in Ramat Gan weitgehend beseitigt, doch die psychische Belastung bleibt. Viele Bewohner der Stadt berichten noch immer von Angstzuständen bei jedem Sirenenton. Israels Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass nach dem Angriff im Juni Hunderte Menschen psychologische Betreuung in Anspruch genommen haben.




