Das wichtigste Ereignis für jüdische Studien weltweit findet alle vier Jahre auf dem SkopusBerg-Campus der Hebräischen Universität Jerusalem statt. Vom 6. bis 10. August 2017 versammelten sich dort in diesem Jahr wieder tausende Gelehrte aus über 40Ländern zum 17. internationalen Kolloquium mit mehr als 1700 Vorträgen. Sie nahmen an 450Tagungen zu einer Vielzahl von Themen teil, die jüdische Studien betreffen. Thematisiert wurden unter anderem der hebräische-jüdische Kalender, der jüdische Blickwinkel zu Bibelkritik, neue Entdeckungen von Synagogen in Israel aus dem 1. und 2. Jahrhundert, Jerusalem zwischen Unabhängigkeitskrieg (1948) und Einigung (1967).
Die Organisatoren luden mich zum Vorsitz einer Sitzung zum Thema „Christen, Mission und messianische Juden in der Kontroverse in Eretz Israel“ ein. In meiner Einleitung erwähnte ich das berühmte Buch der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf, die 1909 den Nobel-Preis für Literatur erhalten hatte. In diesem Buch beschreibt sie das Leben der amerikanischen und schwedischen Christen in der amerikanischen Kolonie in Jerusalem gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Diese Siedler kamen, vergleichbar vielen anderen vor und nach ihnen, um ihren Traum vom Leben im Heiligen Land zu verwirklichen, wo...
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