Auch der letzte vereinbarte Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas ist gestern gebrochen worden, als Terroristen vom Gazastreifen auf einen israelischen Soldaten schossen, der sich am Grenzzaun befand. Der Soldat, ein 21-jähriger Offizier der Givati-Einheit wurde am Bauch verletzt. Sein Zustand wurde zunächst als schwer, danach als mittelschwer beschrieben.
Der Angriff gestern wird als eine sogenannte „Lock-Attacke“ bezeichnet. Die Soldaten der Givati-Einheit wurden auf eine Gruppe von Kindern aufmerksam, die sich in unmittelbarer Nähe des Grenzzaunes aufhielten und für Unruhe sorgten. Daraufhin näherten sich die israelischen Soldaten dem Grenzzaun, um die Kinder aufzufordern, sich vom Zaun zu entfernen. In diesem Moment eröffneten Scharfschützen der Terroristen das Feuer auf die Soldaten, was zur Verletzung des Offiziers führte. Die Kinder wurden von den Terroristen bewusst an den Grenzzaun gebracht, um die Soldaten anzulocken und dann leichter auf sie zielen zu können.
Abtranspot des verletzten Soldaten
Am Mittwochabend reagierte die israelische Armee mit Panzerbeschuss auf sieben Außenposten der Hamas. Dadurch wurden drei Terroristen getötet, ein weiterer sehr schwer verletzt.
Kurze Zeit später, und auch in der Nacht zum Donnerstag, ertönten im Grenzgebiet zum Gazastreifen wieder die Sirenen. Insgesamt 9 Raketen und Mörsergranaten sollen vom Gazastreifen in Richtung Israel abgeschossen worden sein, eine Rakete wurde vom Iron Dome abgefangen, während die anderen Raketen in der Nähe des Grenzzaunes auf offenem Gelände explodierten, ohne Schaden anzurichten.
Die Hamas soll sich nun letzten Berichten zufolge wegen der gestrigen Eskalation der Lage in höchster Alarmstufe befinden. Die Izz ad-Din al-Qassam Brigade, der militärische Arm der Hamas, erklärte, dass Israel einen blutigen Preis für seine Verbrechen gegen das Palästinensische Volk zahlen werde. Auch alle anderen Organisationen im Gazastreifen seien aufgefordert worden, in höchster Alarmbereitschaft zu sein.
Zustand verbessert
Unterdessen scheint es dem verletzten Offizier bereits wieder etwas besser zu gehen. Das Nachrichtenportal Ynet berichtete heute, dass er seine Ärzte im Krankenhaus gefragt haben soll, wann er wieder zu seinen Soldaten zurück an den Gazastreifen gehen könne. Nach seiner Verletzung wollte er nicht ins Krankenhaus gebracht werden, da er seine Soldaten nicht alleine lassen wollte. Auch um seine Eltern machte sich der verletzte Soldat Sorgen, wie seine Mutter heute im Krankenhaus erzählte. Nach seiner Verletzung habe er seinen Vater angerufen und erzählt, dass er verletzt sei und ihn liebe, sagte die Mutter.
Der aus Dimona stammende 21 Jahre alte Offizier befindet sich im Soroka Krankenhaus in Beersheva, wo er operiert und danach in die Intensivstation zur Beobachtung gebracht wurde. Sein Zustand wird als stabil bezeichnet.
Archivbild: Panzer an der Grenze zum Gazastreifen (Foto: Hadas Parush/Flash90)




