Tag der jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern und dem Iran

Hunderttausende von Juden wurden aus dem Nahen Osten vertrieben, doch die internationale Gemeinschaft ignoriert sie weiterhin

von Yossi Aloni |
Der stellvertretende Außenminister Idan Roll spricht mit Delegierten bei einer Ausstellung, die die Lebensbedingungen der Juden zeigt, die aus arabischen Ländern nach Israel flohen. Foto: Shlomi Amsalom

Der stellvertretende Außenminister Idan Roll empfing Dutzende von Diplomaten aus der ganzen Welt zu einer Veranstaltung anlässlich des Tages der jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern und dem Iran im Babylonian Jewry Heritage Center.

Der stellvertretende Außenminister Idan Roll sagte in seiner Rede vor der Gruppe:  „Das Trauma der Flucht, der Anblick der zerstörten Synagogen, die Verwandten, die ins ‚Muhbarat‘-Gefängnis verschleppt wurden – und seitdem spurlos verschwunden sind, ihre Häuser zurückgelassen haben – diese Erinnerungen haben sich in das Gedächtnis der arabischen und iranischen Juden eingebrannt, die zur Flucht gezwungen wurden. Die Vertreibung der Juden aus den arabischen Ländern und dem Iran ist ein Thema, das im Diskurs über Israel und die Region nicht vorkommt, und die Flüchtlinge, die vertrieben wurden, verdienen eine Wiedergutmachung oder zumindest eine Anerkennung. Die Juden aus den arabischen Ländern und dem Iran hatten viele Schwierigkeiten, sowohl bei der Vertreibung aus ihren Ländern als auch bei der Aufnahme in Israel in Transitlagern; letztendlich wurden sie jedoch ein zentraler, bedeutender und wichtiger Teil der israelischen Kultur und der israelischen Geschichte. Meine Familie besteht aus Menschen aus verschiedenen Diasporas – Jemen, Irak und Polen. Diese Kombination von Kulturen, die eine neue und vielfältige Kultur hervorbringt, ist das Geheimnis von Israels Magie und der israelischen Geschichte.“

Die Vertreibung der Juden aus den arabischen Ländern und dem Iran ist kein Grund zum Feiern, ihre erfolgreiche Integration in Israel hingegen schon.

Seit 2014 begeht Israel den Tag der Deportation von Juden aus arabischen Ländern und dem Iran als nationalen Gedenktag. An der diesjährigen Veranstaltung nahmen Dutzende von Diplomaten und Botschaftern aus verschiedenen Ländern teil, darunter der Direktor des ausländischen diplomatischen Dienstes in Israel und der Botschafter Sambias in Israel, Martin Mwanambale.

Roll erklärte zudem: „Die Sensibilisierung von Diplomaten aus der ganzen Welt für jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern und dem Iran ist eine äußerst wichtige Aufgabe.“

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